Suchen

De-Mail und nPA in der Kritik Bundes-CIO hält Sicherheitsbedenken für unbegründet

| Redakteur: Manfred Klein

Die Einführung des neuen Personalausweises lief nicht reibungslos. Unabhängige Datenschützer bezweifeln die Sicherheit des Ausweises. Auch De-Mail ist in der Kritik. Vom Nutzen, den De-Mail bringen soll, sind noch nicht alle überzeugt.

Firma zum Thema

Die IT-Beauftragte der Bundesregierung, Cornelia Rogall-Grothe, hält die geäußerten Sicherheitsbedenken für nicht zutreffend
Die IT-Beauftragte der Bundesregierung, Cornelia Rogall-Grothe, hält die geäußerten Sicherheitsbedenken für nicht zutreffend
( Foto: BMI )

eGovernment Computing sprach mit der IT-Beauftragten der Bundesregierung, Staatssekretärin Rogall-Grothe, über die Hintergründe.

Frau Staatssekretärin, im Zusammenhang mit der Einführung des neuen Personalausweises gab es zahlreiche Berichte über Schwierigkeiten in den Personalausweisbehörden und bei der Bundesdruckerei. Wo lagen die Probleme?

Rogall-Grothe: Zunächst einmal ist festzustellen, dass verhältnismäßig wenige der insgesamt rund 5.500 Personalausweisbehörden über technische Anfangsschwierigkeiten bei der Einführung des neuen Personalausweises berichtet haben. Diese sind jeweils zügig gelöst worden. Schwierigkeiten hat insbesondere die sehr heterogene IT-Infrastruktur der Kommunalbehörden gemacht. Hinzu kamen Softwareprobleme mit den Änderungsterminals zum Auslesen und Ändern der Daten im Chip des Ausweises. Diese laufen inzwischen aber stabil. Stabil läuft auch die Produktion des neuen Personalausweises, für die von der Bundesdruckerei eine sehr komplexe Produktionsstraße in Betrieb genommen wurde. Bis Mitte April wurden bereits rund 3,5 Millionen neuer Personalausweise ausgeliefert, und länger warten als auf den alten Personalausweis muss man auf seinen „Neuen“ inzwischen auch nicht mehr.

Die AusweisApp stand ebenfalls in der Kritik. Was können Sie heute dazu sagen?

Rogall-Grothe: Leider lassen sich bei komplexen Softwareprodukten wie der AusweisApp Lücken nie ganz ausschließen. Entscheidend ist, dass solche Lücken umgehend geschlossen werden. Dies ist bei der AusweisApp geschehen. Seit dem 3. Januar steht sie in einer überarbeiteten Version wieder zum Download zur Verfügung. Wir haben das alles aber natürlich zum Anlass genommen, die Qualitätssicherung weiter zu verbessern.

(ID:2051144)