IT-Konsolidierung der Bundesregierung Bund macht aus drei Rechenzentren eines

Redakteur: Manfred Klein

Mit ihrem im Mai verabschiedeten Grobkonzept zur IT-Konsolidierung will die Bundesregierung die Basis für eine Neuordnung der IT in der Bundesverwaltung legen. Nun liegen erste Informationen darüber vor, wie es mit dem Projekt weitergehen soll.

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Staatssekretärin Cornelia Rogall-Grothe freut sich über den eingehaltenen Zeitplan
Staatssekretärin Cornelia Rogall-Grothe freut sich über den eingehaltenen Zeitplan
(Bild: Bundesinnenministerium)

Das Bundesinnenministerium (BMI) beschreibt die Zielvorgabe des Projekts wie folgt: „Die Ziele des Vorhabens sind die IT-Sicherheit vor dem Hintergrund steigender Komplexität zu gewährleisten, die Hoheit und Kontrollfähigkeit über die eigene IT dauerhaft zu erhalten, auf innovative technologische Trends flexibel reagieren zu können, einen leistungs­fähigen, wirtschaftlichen, stabilen und zukunftsfähigen Betrieb sicherzustellen und ein attraktiver Arbeitgeber für IT-Fachpersonal zu bleiben. Die Daten der Bundesverwaltung sollen ferner umfassend geschützt und gegen Missbrauch abgesichert werden.“

Der Zeitplan dazu sah für den 1. Juli 2015 den Start aller Teilprojekte, für Ende des Jahres 2015 die Präsentation erster Ergebnisse und Konzepte sowie für Mitte 2016 die Verabschiedung weiterer Konzepte vor. Dabei sollen drei Handlungsstränge verfolgt werden:

  • Betriebskonsolidierung,
  • Dienstekonsolidierung und
  • Beschaffungsbündelung.

„Im Zuge des Projekts sollen dazu der IT-Betrieb in wenigen Rechenzentren konzentriert, Mehrfachentwicklungen von IT-Anwendungen durch Harmonisierung und gemeinsame Entwicklung entgegengewirkt und die IT-Beschaffung in wenigen Stellen des Bundes gebündelt und damit qualitativ verbessert werden“, so das BMI.

So sollen im Zuge der IT-Konsolidierung die drei Dienstleistungszentren für IT in einem Bundesrechenzentrum zusammengefasst werden. Und das Beste dabei, der erste Schritt – der Start aller Teilprojekte – konnte fristgerecht abgeschlossen werden.

Die scheidende Bundesbeauftragte für Informationstechnik, Staatssekretärin Cornelia Rogall-Grothe, erklärte dazu gegenüber eGovernment Computing: „Ich freue mich, dass der Zeitrahmen wie geplant eingehalten werden konnte: Die Gesamtprojektleitung im BMI wie auch alle Teilprojekte sind wie vorgesehen zum 1. Juli 2015 eingerichtet worden.“

Auf der nächsten Seite erhalten Sie Infos zu den Teilprojekten.

Teilprojekte

Die Gesamtprojektleitung obliegt dem BMI als Sitz der Bundesbeauftragten für IT. Sie setzt zusammen mit den einzelnen Teilprojekten die Projektziele um und nimmt die übergreifenden Steuerungsaufgaben wahr.

  • Teilprojekt 1 ist unter der Leitung des Bundesfinanzministeriums für die Zusammenführung der IT-Dienstleistungszentren des Bundes ZIVIT, BVA/BIT und DLZ-IT BMVI zu einem Bundesrechenzentrum im Geschäftsbereich des BMF zuständig.
  • Teilprojekt 2 ist unter der Leitung des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales für die Vorbereitung der Überführung des IT-Betriebs der Bundesbehörden in das Bundesrechenzentrum verantwortlich.
  • Teilprojekt 3 ist unter Leitung des Bundesverteidigungsministeriums für die Konzeption der Ausgründung des Bundesrechenzentrums in eine neue Rechtsform zuständig (diskutiert werden eine rechtsfähige Anstalt des öffentlichen Rechts oder eine Bundes-GmbH).
  • Teilprojekt 4 ist unter der Leitung des Bundesverkehrsministeriums für die Konzeption des Projekt- und IT-Controllings verantwortlich.
  • Teilprojekt 5 ist unter der Leitung des BMI für die Bündelung der IT-Beschaffung zuständig.
  • Teilprojekt 6 ist unter der Leitung des BMI für die Konsolidierung von Basis-Diensten und Querschnittsanwendungen und den Aufbau einer Bundes-Cloud verantwortlich.

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