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Bürokratieabbau mit x-trans.eu: Schwertransporte ohne Papierkram

| Redakteur: Manfred Klein

Bundesinnenminister Dr. Hans-Peter Friedrich, Dr. Michael Strugl, Landesrat in der Oberösterreichischen Landesregierung, Bayerns Innenminister Joachim Herrmann und der IT-Beauftragte der Bayerischen Staatsregierung, Finanzstaatssekretär Franz Josef Pschierer, starten x-trans.eu
Bundesinnenminister Dr. Hans-Peter Friedrich, Dr. Michael Strugl, Landesrat in der Oberösterreichischen Landesregierung, Bayerns Innenminister Joachim Herrmann und der IT-Beauftragte der Bayerischen Staatsregierung, Finanzstaatssekretär Franz Josef Pschierer, starten x-trans.eu (Foto: Bayerisches Finanzministerium)

Der Papierkrieg im grenzüberschreitenden Transportverkehr hat schon manchem Spediteur zur Verweiflung gebracht. Von den damit verbundenen Kosten gar nicht zu reden. Mit dem Start des Pilotprojekts x-trans.eu soll das alles nun sehr viel einfacher gehen. Vorläufig allerdings nur zwischen Deutschland und Österreich.

Länderübergreifende eGovernment-Projekte können dazu beitragen, die Bürokratie in Europa zu vereinfachen, betonten Bundesinnenminister Dr. Hans-Peter Friedrich, Bayerns Innenminister Joachim Herrmann, der IT-Beauftragte der Bayerischen Staatsregierung, Finanzstaatssekretär Franz Josef Pschierer, und Dr. Michael Strugl, Landesrat in der Oberösterreichischen Landesregierung, bei der Freischaltung des Pilotprojekts x-trans.eu in München.

Antrags- und Genehmigungsprozesse sind für Unternehmen, zum Beispiel für den Bereich des Großraum- und Schwerverkehrs, zeit- und kostenintensiv. Im eGovernment-Projekt x-trans.eu entsteht eine zentrale Antragsplattform für grenzüberschreitende Großraum- und Schwertransporte. Ziel ist, die aufwendige doppelte Antragstellung für Logistikunternehmen bei grenzüberschreitenden Großraum- und Schwertransporten in den einzelnen Ländern überflüssig zu machen. Mit x-trans.eu soll die Grundlage für eine mögliche Anbindung weiterer nationaler Fachverfahren anderer EU-Länder entstehen.

Damit ist das Projekt nach Ansicht von Franz Josef Pschierer „ein Beitrag zum eGovernment-Aktionsplan 2011 - 2015 der EU“. Finnland habe bereits Interesse angemeldet, so Pschierer.

Bundesinnenminister Dr. Friedrich begrüßte x-trans.eu als einen weiteren Mosaikstein für weniger Bürokratie in Europa. „Ich freue mich, dass wir heute einen weiteren Baustein zum Bürokratieabbau auf den Weg geschickt haben. Wir haben hierbei auch noch mal die gute Zusammenarbeit zwischen dem Bund und dem Freistaat Bayern unter Beweis gestellt. Ich wünsche mir, dass weitere solcher Projekte folgen, denn mit den Möglichkeiten der IT können wir Unternehmen noch stärker von Bürokratie und den dadurch entstehenden Kosten entlasten.“

Auch für Bayerns Innenminister Joachim Herrmann ist x-trans.eu ein wichtiger Meilenstein, um Genehmigungsverfahren zwischen Deutschland und Österreich zu beschleunigen und Synergieeffekte zu nutzen. Der Innenminister verwies dabei auf die Planungen zur weiteren Datenzusammenführung: „Wir arbeiten daran, ab 2014 das eGovernment-Verfahren VEMAGS direkt mit dem Statikrechenprogramm und der Bauwerksdatenbank der Bayerischen Straßenbauverwaltung zu verknüpfen. Genehmigungen und Fahrauflagen können dann digital erstellt werden.“

Zur weiteren Entlastung der Schwertransportfahrer sei es zudem denkbar, so Herrmann, die Fahrauflagen über Navigationssysteme bereitzustellen: „Das führt letztlich auch zu einem schonenderen Umgang mit unserer Straßeninfrastruktur und unseren Brückenbauwerken.“

„Oberösterreich setzt als exportstarker, internationaler Standort auf effiziente Verwaltung und schnelle Verfahren. Das Projekt x-trans.eu zeigt die Innovationskraft unserer Verwaltung und macht den gemeinsamen Wirtschaftsraum damit wettbewerbsfähiger", erklärte Landesrat Dr. Strugl.

Mit x-trans.eu wird den Transportunternehmen eine zentrale Plattform für das Antrags-Management bereitgestellt. Besonders profitieren sollen hiervon auch Transportunternehmen in grenzüberschreitenden Wirtschaftsräumen, wie zum Beispiel Niederbayern und Oberösterreich, welche aufgrund ihrer geografischen Lage besonders häufig Transporte in das jeweilige Nachbarland abwickeln.

Die technische Realisierung von x-trans.eu ist bereits weit fortgeschritten. Im Rahmen des Pilotbetriebs wird mit ausgewählten bayerischen und oberösterreichischen Transportfirmen der Echteinsatz erprobt.

x-trans.eu ist ein Gemeinschaftsprojekt des Freistaats Bayern und des Bundeslands Oberösterreich, welches wissenschaftlich von der Technischen Universität München unterstützt wird. Technisch betrieben wird x-trans.eu vom Rechenzentrum Nord am Landesamt für Steuern.

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