Expertenumfrage kommunales eGovernment Bürger sind misstrauisch: Telefon & Papier statt digital

Redakteur: Gerald Viola

Telefon und Papier werden auch in den nächsten Jahren die Kommunikation zwischen Bürger und Öffentlicher Verwaltung prägen. Von den elektronischen Prozessen der eGovernment-Entwicklung werden in der Bundesrepublik „nur“ die Wirtschaft und die Behörden selbst profitieren. Die Studie „Expertenumfrage kommunales eGovernment und Bürgerkommunikation 2015“ zeigt auch: Bürger misstrauen eGovernment.

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Die Deutsche Post war der Auftraggeber für die Untersuchung, die vom Institut für Informationsmanagement Bremen (ifib) durchgeführt wurde. Die Experten stützen sich bei ihren Prognosen auf die Aussagen von eGovernment-Verantwortlichen aus kommunalen und Landesbehörden sowie Leiter von Rechenzentren. Da überrascht es nicht, wenn festgestellt wird: „Sobald es um sensible Daten geht, vertraut der Bürger eher der klassischen Post.“

Doch insgesamt sind die Erkenntnisse durchaus interessant, die teilweise kontroverse Antworten zu drei wesentlichen Fragen zutage brachten:

  • Wie kommunizieren Verwaltungen in Zukunft mit Bürgern und Unternehmen?
  • Wann wird die elektronische Signatur alltagstauglich?
  • Warum kann Papier nicht gänzlich aus der Verwaltung verschwinden?

Was die Bürger angeht, sind die Ansichten der befragten eGovernment-Experten deckungsgleich: Zwischen Bürger und Öffentlicher Verwaltung werde die Kommunikation auch auf lange Sicht konventionell ablaufen. Das Telefon wurde von allen befragten Bürgern als auch zukünftig „wichtiges Kommunikationsmedium“ identifiziert. Papier werde – immer dann, wenn es rechtsverbindlichen Charakter habe, weiter dominieren: „Immer dann“ – so die Aussagen –„wenn es für den Bürger wichtig ist.“

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