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Siemens-Studie Bürger betrachten eGovernment als Grundversorgung

Redakteur: Manfred Klein

Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) sind lebensnotwendig für Städte geworden. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie zur Nutzung von IKT für das Städtemanagement. Durchgeführt wurde die Umfrage von der Economist Intelligence Unit (EIU) im Auftrag von Siemens IT Solutions and Services.

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eGovernment wird Bestandteil der Grundversorgung
eGovernment wird Bestandteil der Grundversorgung
( Archiv: Vogel Business Media )

Der Studie zufolge tragen IKT inzwischen erheblich zur Wettbewerbsfähigkeit einer Stadt bei und schaffen neue Lösungsmöglichkeiten, um die dringendsten Aufgaben zu bewältigen. Dazu zählen Themen wie Verkehrssteuerung, Umweltschutz oder die Optimierung der städtischen Infrastruktur. Durch moderne IKT können zudem Bürger aktiv an der Entwicklung von Lösungen mitwirken, um diese urbanen Herausforderungen zu meistern. An der Befragung nahmen nahezu 2.800 Bürger und Vertreter von Behörden sowie Unternehmen aus 15 Städten in zwölf Ländern teil. Die Ergebnisse wurden erstmals auf dem World Cities Summit in Singapur am 28. Juni 2010 präsentiert.

Die Studie „IKT für Städtemanagement“ zeigt auf, dass eine gut ausgebaute Internet-Infrastruktur und Mitarbeiter der Stadtverwaltungen mit fundierten IT-Kompetenzen inzwischen unentbehrlich für die Wettbewerbsfähigkeit einer Stadt sind. Rund 77 Prozent der befragten Unternehmen gaben an, dass ein verbessertes Breitbandnetz beträchtliche Auswirkungen auf die Wettbewerbsfähigkeit einer Stadt hätte. Somit ist dies der wichtigste IKT-Faktor, um privatwirtschaftliche Investoren anzuziehen.

Darüber hinaus geht aus der Studie hervor, dass Unternehmen und Bürger gleichermaßen eGovernment-Initiativen als Chance für einen besseren Dialog mit ihrer Stadtverwaltung betrachten. Über 89 Prozent der Unternehmen erwarteten sich durch IKT vor allem mehr Effizienz bei der Erbringung öffentlicher Dienstleistungen. Die Bürger waren der Meinung, dass sich eGovernment-Initiativen positiv auf ihre Lebensqualität auswirken würden.

Auch wenn die Vorteile von eGovernment-Initiativen offensichtlich sind, sehen alle Beteiligten unterschiedliche Hürden bei deren praktischer Umsetzung. Die Unternehmen führten an, dass die Öffentliche Verwaltung mehr Dienstleistungen als Online-Services anbieten sollten. Die Mehrzahl der befragten Bürger hingegen wünschte sich eine schnellere Reaktion seitens der Behörden auf ihr Online-Feedback. Demgegenüber nannten die Behörden als eine der größten Herausforderungen bei eGovernment die generelle Zurückhaltung der Bürger bei der Nutzung von Online-Services. Insgesamt betrachtet können eGovernment-Initiativen Städten einen erheblichen Mehrwert bringen. Um hier den größtmöglichen Nutzen zu erzielen, müssen alle Beteiligten eng zusammenarbeiten, so das Fazit der Studie.

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