Suchen

Specialscanner im Öffentlichen Bereich „Buchkopieren schafft Mehrwerte für alle“

Redakteur: Gerald Viola

Der Einsatz von Buchscannern ist nur etwas für Digitalisierungsprojekte und größere Bibliotheken – eine Aussage, der Dr. Christiane Spary, Bibliotheksleiterin der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg und Dr. Katharina Ebrecht, Leiterin der Hochschulbibliothek Reutlingen, vehement widersprechen. Sie setzen auf Buchscannen im Freihandbereich als Ergänzung zum herkömmlichen Kopieren.

Firmen zum Thema

( Archiv: Vogel Business Media )

Möglich macht dies der Zeutschel OS 12000 Bookcopy. Studierenden und Hochschulmitarbeitern eröffnen sich neue Anwendungsgebiete: ob für digitale Lernplattformen oder für die schulische Berufspraxis. Und gleichzeitig wird eine Kostenersparnis erzielt, indem die gebundenen Vorlagen geschont und Fehlkopien vermieden werden.

Alternative zum Kopieren

Die Versorgung mit gedruckten und zunehmend auch elektronischen Fachinformationen gehört zu den Hauptaufgaben beider Bibliotheken. Der größte Teil der Bestände wird in systematischer Aufstellung frei zugänglich angeboten. Ein Teil des Bestandes – wie Nachschlagewerke, Zeitungen und wissenschaftliche Fachzeitschriften – sind nicht entleihbar, sie sind die Hauptquelle für das Kopieren oder Scannen von Fachinformationen.

Dokumente konnten bisher nur mit herkömmlichen Kopierern und als Papierausdruck vervielfältigt werden. Besonders die Zeitschriftenbände werden durch diese Kopierpraxis langfristig in Mitleidenschaft gezogen. Hinzu kommen Qualitätsmängel beim Kopieren größerer Vorlagen, ob schwarze Ränder oder nicht optimal verkleinerte Seiten.

„Die Zufriedenheit der Studenten mit der Kopier-Infrastruktur war bei Umfragen nicht besonders groß“, konstatiert Dr. Katharina Ebrecht. Bei den Überlegungen, das Thema Buchkopieren neu anzugehen, spielte auch der Trend zur digitalen Kopie eine wichtige Rolle. Sowohl die Dozenten als auch die Studenten äußerten vermehrt den Wunsch, Aufsätze oder einzelne Buchkapitel sofort in elektronischer Form weiterverarbeiten zu können. Bisher ließ sich diese Anforderung bei der Hochschulbibliothek Ludwigsburg nur für die Hochschulmitarbeiter eingeschränkt über einen Dienstleistungskopierer umsetzen, dessen Scanfunktion im Netzwerk an einzelnen Arbeitsplätzen verfügbar war. In Reutlingen erfüllte diese Funktion ein Flachbettscanner, beides nicht befriedigende Ansätze.

„Wir verstehen uns als Dienstleister der Hochschulangehörigen. Deshalb haben wir gehandelt und eine Lösung für die Erstellung hochwertiger digitaler Kopien gesucht“, erklärt Dr. Christiane Spary.

Nächste Seite: Anspruchsvoller Kriterienkatalog

(ID:2022263)