Cyber-Sicherheit

BSI und Rheinland-Pfalz wollen zusammenarbeiten

| Redakteur: Manfred Klein

Rheinland-Pfalz und das BSI wollen im Bereich der IT-Sicherheit zusammenarbeiten
Rheinland-Pfalz und das BSI wollen im Bereich der IT-Sicherheit zusammenarbeiten (Bild: © stockpics – stock.adobe.com)

Anlässlich eines gemeinsamen Erfahrungsaustausches haben der rheinland-pfälzische Innen-Staatssekretär Randolf Stich und BSI-Präsident Arne Schönbohm eine Absichterklärung unterzeichnet. Ziel der Erklärung ist eine verbesserte Zusammenarbeit im Bereich der Cyber-Sicherheit.

Das BSI und das Ministerium des Innern und für Sport Rheinland-Pfalz erklären gemeinsam die Absicht zur Kooperation in den folgenden Bereichen:

  • Engere Zusammenarbeit im Verwaltungs-CERT-Verbund, verstärkter Austausch von Informationen
  • Unterstützung der lokalen Kräfte in Rheinland-Pfalz bei der Bewältigung von IT-Sicherheitsvorfällen durch Mobile Incident Response Teams (MIRTs) des BSI im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben des § 5a BSI-Gesetz
  • Unterstützung beim Aufbau und Betrieb eines landesweiten Informationssicherheitsmanagementsystems in Rheinland-Pfalz.

Dazu erklärte BSI-Präsident Arne Schönbohm: „Auf Basis der Cyber-Sicherheitsstrategie der Bundesregierung, deren Ziel unter anderem die Schaffung einer leistungsfähigen und nachhaltigen gesamtstaatlichen Cyber-Sicherheitsinfrastruktur ist, stellen wir als nationale Cyber-Sicherheitsbehörde unsere Expertise auch den Ländern zur Verfügung. Die Kooperation des BSI mit dem Land Rheinland-Pfalz ist Ausdruck unseres gemeinsamen Verständnisses für die Chancen und Herausforderungen einer erfolgreichen Digitalisierung in Staat, Wirtschaft und Gesellschaft und trägt zu einer Verbesserung der Cyber-Sicherheit in Deutschland insgesamt bei.“

Staatssekretär Randolf Stich ergänzte: „Jeden Tag werden auf der ganzen Welt Unternehmen, Institutionen, Privatanwender und eben auch Behörden Opfer tausender Cyberangriffe. Alleine bei der Cyberattacke 'Wannacry' im Frühjahr waren weit über 200.000 Computer in rund 150 Ländern betroffen“.

Stich weiter: „Solchen Angriffen im virtuellen Raum, die sehr konkrete und oftmals kostspielige Schäden verursachen, müssen wir uns stellen. Dabei sind gerade die Akteure aus dem kriminellen Bereich bestens vernetzt. Kriminelles und technisches Know-how werden im Internet wie im Darknet weiterverbreitet.“

Daher werde man bei der Abwehr von Cyberangriffen dauerhaft nur erfolgreich sein können, wenn sich auch Sicherheitsbehörden und öffentliche IT-Infrastrukturbetreiber untereinander vernetzten und so ihr Schlagkraft verbesserten.

„In diesem Sinn sind wir heute einen wichtigen ersten Schritt gegangen. Ich freue mich, dass wir mit dem BSI einen kompetenten Partner gewonnen haben, der umgekehrt auch von uns profitieren kann“; so das Fazit von Stich.

Die neue strategische Partnerschaft umfasst die gegenseitige Information über Angriffe im eigenen Wirkungsbereich und auch auf meldepflichtige Betreiber sensibler Infrastruktur. So soll das BSI in die Lage versetzt werden, nach und nach ein besseres Lagebild zu zeichnen und damit seine Erkenntnisse auszubauen und Handlungsempfehlungen zu verfeinern.

Außerdem bietet das BSI Unterstützung und Beratung bei organisatorischen und technischen Sicherheitsmaßnahmen. Es wird technische Prüfungen zum Schutz amtlich geheim gehaltener Informationen durchführen und dabei helfen, erkannte Schadsoftware zu analysieren. Ferner unterstützt das BSI die zuständigen Landesbehörden auch präventiv. So erfolgt künftig eine Unterstützung bei der technischen Produktbewertung mit Blick auf IT-Sicherheitsaspekte bei Neubeschaffungen und Systemupdates.

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