Sicherheitsrichtlinien für Microsoft Office

BSI gibt Tipps zur sicheren Konfiguration von MS Office

| Redakteur: Peter Schmitz

Empfehlungen des BSI zur sicheren Konfiguration von MS Office
Empfehlungen des BSI zur sicheren Konfiguration von MS Office (Bild / Logos: gemeinfrei / BSI & Microsoft / Pixabay)

Aufgrund ihrer großen Verbreitung stehen die Softwareprodukte der Microsoft-Office-Familie besonders im Fokus von Cyber-Kriminellen. Diese nutzen Schwachstellen oder unsichere Konfigurationen von Standardfunktionen der Büro-Software aus um damit möglichst weitreichende Attacken ausführen zu können.

Die Urheber massenhafter Cyber-Angriffe nutzen meist weit verbreitete Software-Produkte, um mit einfachen Mitteln möglichst viele Computer-Systeme mit Schadsoftware zu infizieren. Aufgrund ihrer großen Verbreitung stehen die Softwareprodukte der Microsoft-Office-Familie daher automatisch im Fokus von Cyber-Kriminellen, um Schwachstellen oder unsichere Konfigurationen von Standardfunktionen der Büro-Software möglichst breit ausnutzen zu können.

Beliebte Angriffswege sind meist die Makro-Funktion in Word-Dokumenten oder aktive HTML-Anzeigen in eMail-Programmen. Angriffe mit Ransomware oder mit Schadsoftware-Varianten wie „Emotet“ haben über diese Angriffswege in den letzten Monaten auch in Deutschland zahlreiche Unternehmen getroffen und großen Schaden verursacht.

Empfehlungen zur sicheren Konfiguration von Microsoft-Office-Produkten

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat daher Empfehlungen für eine sichere Konfiguration von Word, Excel, Outlook und Co. entwickelt und nun veröffentlicht. Damit können Organisationen die Angriffsfläche signifikant reduzieren: Die Deaktivierung von HTML in eMails sowie der sichere Umgang mit Makros in Dokumenten und anderen Dateien sind dabei nur zwei von zahlreichen Empfehlungen.

„Wir bieten Unternehmen und Organisationen mit diesen Umsetzungsempfehlungen eine konkrete Hilfestellung, um das IT-Sicherheitsniveau ihrer Netzwerke schnell und effizient zu erhöhen. Diese IT-Sicherheitsmaßnahmen sollten idealerweise Teil einer strukturierten Vorgehensweise zur Absicherung der Unternehmensnetzwerke sein, wie sie etwa der IT-Grundschutz des BSI empfiehlt. Die Allianz für Cyber-Sicherheit ist die richtige Anlaufstelle für Unternehmen und Organisationen jeder Größe, um sich über IT-Sicherheit zu informieren, sich mit Gleichgesinnten über Best-Practice-Beispiele auszutauschen und um von der Expertise des BSI zu profitieren“, so BSI-Präsident Arne Schönbohm.

Das BSI hat für den Einsatz auf dem Betriebssystem Microsoft Windows sieben Cyber-Sicherheitsempfehlungen für eine sichere Konfiguration von Microsoft Office 2013/2016/2019 erstellt. Diese behandeln zum einen übergreifende Richtlinien für Microsoft Office, zum anderen Richtlinien für sechs häufig genutzte Microsoft Office-Anwendungen:

Die Empfehlungen richten sich an mittelgroße bis große Unternehmen und Organisationen, in denen die Endsysteme mit Gruppenrichtlinien in einer Active Directory-Umgebung verwaltet werden. Die dahinterliegenden Sicherheitsprinzipien gelten gleichermaßen für kleine Organisationen und Privatanwender. Die dargestellten Empfehlungen können ohne die Beschaffung zusätzlicher Produkte durchgeführt werden und sind mit vergleichsweise wenig Aufwand durchführbar.

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