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News Breitbandversorgung: Kaum Chancen für kleine Anbieter

| Redakteur: Gerald Viola

Die mangelnde De-Regulierung in diesem Marktsegment ist der EU-Kommission ein Dorn im Auge. So attestiert die Kommission Deutschland in ihrem 13. Implementierungsbericht zum europäischen

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Die mangelnde De-Regulierung in diesem Marktsegment ist der EU-Kommission ein Dorn im Auge. So attestiert die Kommission Deutschland in ihrem 13. Implementierungsbericht zum europäischen Binnenmarkt für ektronische Kommunikation zwar Fortschritte auf dem Breitbandmarkt. Kritisiert aber, dass der Breitbandausbau auf dem größten europäischen Telekommunikationsmarkt zu Lasten des Wettbewerbs gehe.Viviane Reding, EU-Kommissarin für Informationsgesellschaft und Medien, erklärte dazu: „Der Wettbewerb beim Zugang zum Festnetz ist eingeschränkt, denn 86,5 Prozent der Kunden erhalten ihn noch immer über die Infrastruktur des etablierten Betreibers. Außerdem betätigen sich nur 30 Prozent der großen Telekom-Unternehmen in der EU auch außerhalb ihres Heimatmarktes, obwohl die Technik an sich keine Grenzen kennt.“Das hat Folgen nicht nur für eGovernment, sondern auch für den Wirtschaftsstandort und die oft beklagte digitale Spaltung. Denn die großen Anbieter schließen bevölkerungsarme und abgelegene Gebiete nur ungern an das Breitbandnetz an, da dies für sie kaum lohnt. Immer häufiger klagen daher ländliche Kommunen darüber, dass sie keinen Breitbandanschluss erhielten. Unternehmen aber, die an geschäftsrelevante Informationen nur mühsam über ISDN herankommen, haben gegenüber dem besser versorgten Mitbewerber deutliche Nachteile in Kauf zu nehmen. Und auch die Nutzung von eGovernment-Angeboten macht mit einem langsamen Internet-Zugang nur wenig Spass.Die Kommission schlägt daher vor, die unterschiedlichen Mobilfunk-Terminierungsentgelte bei allen Netzwerkbetreibern anzugleichen, um den Wettbewerb zu födern und den Breitbandausbau voranzutreiben.

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