Datensicherheit

Braucht Linux DLP?

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Den Teufel mit Beelzebub austreiben

Michael Bauner, Geschäftsführer, Endpoint Protector GmbH
Michael Bauner, Geschäftsführer, Endpoint Protector GmbH
(Bild: CoCoSys)

Selbstverständlich kann das Unternehmen den Mitarbeitern Einschränkungen im Kommunikationsverhalten auferlegen und die Nutzung bestimmter Tools untersagen. Dennoch dürfte sich eine derartige Maßnahme für die meisten der an Linux interessierten Unternehmen nicht eignen. Die Mitarbeiter sind daran gewöhnt, über unterschiedliche Anwendungen mit Kollegen, Kunden, Partnern und Dienstleistern zu kommunizieren und Dateien mit ihnen zu teilen.

Ganze Abteilungen, beispielsweise der Vertrieb, sind darauf angewiesen, dass sie bestimmte Daten unterwegs zur Verfügung haben. Das macht es sehr wahrscheinlich, dass Regeln missachtet werden, wenn sie nicht durch eine technische Lösung überwacht werden können.

So entsteht die paradoxe Situation, dass ein Unternehmen, das aus Sicherheitsgründen einen Umstieg auf Linux erwägt, den Teufel mit Beelzebub auszutreiben versucht und die Migration auf Linux aufschieben muss, solange sich die Lücke nicht schließen lässt.

Jetzt sind die DLP-Hersteller am Zug

Mit der Weiterentwicklung des Betriebssystems zu einer business-tauglichen Alternative zu den vorherrschenden Lösungen ist die Linux-Gemeinde in Vorlage gegangen. Damit das Wachstum nicht gleich wieder gebremst wird – und in diesem Fall durch einen Faktor, der mit dem Betriebssystem nicht das Mindeste zu tun hat – sind jetzt die Hersteller von Produkten für Data Leak Prevention gefragt.

Es ist Zeit für eine Lösung, die den Linux-Anwendern denselben Schutz vor Datenverlust und Datendiebstahl an die Hand gibt wie den Nutzern anderer Betriebssysteme. Er soll ihnen ermöglichen, die Überwachung auf alle internetbasierte Schnittstellen auszuweiten, den Transfer sensibler Informationen zu protokollieren und gegebenenfalls zu unterbinden.

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