Pilotbetrieb startet im Juli 2018

BMI und BMF bereiten sich auf elektronischen Rechnungsaustausch vor

| Redakteur: Ira Zahorsky

Die eRechnung soll jetzt auch für das BMI und das BMF State of the Art werden.
Die eRechnung soll jetzt auch für das BMI und das BMF State of the Art werden. (© WrightStudio - stock.adobe.com)

Das Bundesinnenministerium (BMI) und das Bundesfinanzministerium (BMF) starten im Juli 2018 den Pilotbetrieb für den elektronischen Rechnungsaustausch via XRechnung.

Der Stichtag für die Einführung der XRechnung bei den Bundesministerien und Verfassungsorganen rückt näher. Bereits Ende November 2018 sollen diese elektronische Rechnungen im Format XRechnung annehmen können. Ein Jahr darauf folgen öffentliche Auftraggeber des Bundes, etwa Universitäten, Krankenhäuser, Polizeidienststellen und ähnliche behördliche Einrichtungen.

Das Projekt ist technologisch anspruchsvoll. Behörden in allen Bundesländern mit teils unterschiedlicher IT-Infrastruktur müssen zum jeweiligen Stichtag in der Lage sein, XRechnungen aller Lieferanten annehmen zu können. Dazu wird derzeit unter Hochdruck das so genannte „eRechnungsportal Bund“ entwickelt – die technologische Plattform des Bundes, die eingehende XRechnungen unterschiedlicher Lieferanten entgegennimmt und der jeweiligen Behörde zur Weiterverarbeitung im eigenen Hause bereitstellt.

BMI und BMF haben sich entschieden, externe Partner zum Pilotbetrieb einzusetzen, die ein möglichst breites Spektrum unterschiedlichster Rechnungssender unter sich vereinen, wie die Bundesdruckerei mit dem TRAFFIQX-Netzwerk. Die Bundesdruckerei beliefert über TRAFFIQX die Eingangsseite des „eRechnungsportal Bund“ mit Dokumenten von kleinen und mittelständischen Unternehmen bis zu internationalen Großkonzernen. Mit dem erfolgreichen Abschluss des Pilotbetriebes werden mindestens elf eInvoicing-Provider in der Lage sein, direkt über den Webservice des Bundes über das Format PEPPOL XRechnungen einzureichen.

Lieferanten können durch das Zusammenspiel von Provider und „eRechnungsportal Bund“ Belege im Format XRechnung einfach und sicher an öffentliche Auftraggeber einreichen – ohne Kosten für die Anpassung oder Aktualisierung der eigenen Software sowie mit dem Potenzial, die eigenen Kosten und den Papierverbrauch deutlich zu verringern.

Leiter des Projekts sind Dr. Stefan Werres (BMI) und Fred Kellermann (BMF), sie leiten seit 2016 gemeinsam die Maßnahme „eRechnungsportal Bund“ mit Unterstützung des Informationstechnikzentrum Bund (ITZBund).

CEN-Norm für einheitliche Umsetzung

Grundlage der XRechnung ist die EU-Richtlinie 2014/55/EU vom 16. April 2014, die von allen europäischen Staaten umgesetzt wird. Unter anderem Österreich, Spanien, Italien sowie die skandinavischen Länder setzen bereits seit Jahren auf den elektronischen Rechnungsaustausch, sie nutzen dabei jedoch unterschiedliche Datenformate. Deutschland setzt hingegen mit seiner XRechnung von Anfang an auf die CEN-Norm. Diese beschreibt den Aufbau elektronischer Rechnungen für alle Staaten der EU zum genannten Stichtag.

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