Datenschutz im Gesundheitswesen

Blockchain-Technologie sichert Daten von Krebspatienten

| Redakteur: Ira Zahorsky

Bei der Krebszelltherapie kann die Blockchain für die sichere Übermittlung der Patientendaten sorgen.
Bei der Krebszelltherapie kann die Blockchain für die sichere Übermittlung der Patientendaten sorgen. (© luchschen_adobe.stock.com)

Das Thema Blockchain ist derzeit in aller Munde. Gerade der Healthcare-Bereich kann von der sicheren Technologie profitieren. Einsatz findet die Blockchain-Verschlüsselung beispielsweise beim Zelltherapieprozess für Krebspatienten.

Innovative Zelltherapien sind vor allem für Krebspatienten eine oft letzte, aber erfolgversprechende Behandlungsform. Derartige Verfahren sind allerdings hochkomplex und beinhalten den Austausch von sensiblen Patientendaten zwischen vielen Akteuren. Die Blockchain-basierte Lösung „Hypertrust X-Chain“ der Camelot Consulting Group soll für höchste Sicherheit bei der Speicherung und dem Austausch der Patientendaten in der außerhalb des Körpers stattfindenden Aufbereitung eigener Zellen sorgen.

„Da die hochinnovativen außerkörperlichen Zelltherapien für viele Patienten oft die letzte Hoffnung darstellen, darf im Gesamtprozess nichts schiefgehen. Das war für uns der Grund, eine digitale Anwendung zu entwickeln, die nicht nur bei Datenaustausch und Datenspeicherung für ein Maximum an Sicherheit sorgt, sondern auch den Patienten in den Mittelpunkt stellt“, kommentiert Dr. Josef Packowski, CEO der Camelot Consulting Group, die Motivation für die Entwicklung der innovativen Hypertrust X-Chain Anwendung.

Viele Akteure und analoger Datentransfer

Bei den extrakorporalen Zelltherapien werden dem Patienten Zellen entnommen, in tiefgefrorener Form zum pharmazeutischen Hersteller verbracht, dort in einem aufwändigen, mehrstufigen Prozess aufbereitet, tiefgefroren zurückgesendet und dem Patienten dann vor Ort wiedereingesetzt. An diesem Prozess sind viele verschiedene Akteure wie zum Beispiel die behandelnde Klinik, das Zellentnahmezentrum, Logistikdienstleister und Pharmaunternehmen beteiligt. Wichtige Daten werden heute zum großen Teil noch analog übermittelt, um dann im Zuge des weiteren Prozesses erneut erfasst zu werden. Das Risiko von fehlerhaften Daten und Datenmissbrauch ist damit immens hoch.

So funktioniert Hypertrust X-Chain

In der von Camelot entwickelten Anwendung steht der Patient im Mittelpunkt: Ein „closed-loop supply chain“-Ansatz stellt sicher, dass es bei der Zellentnahme, der Aufbereitung der Zellen, dem Transport zwischen den Beteiligten und bei dem Zurückführen der „richtigen Zellen“ in „den richtigen Patienten“ zu keinerlei Verwechselungen kommt. Den rechtlichen Datenschutzvorgaben entsprechend werden die relevanten Patientendaten den für den Therapieprozess autorisierten Akteuren auf Basis der Blockchain-Technologie mittels einer dezentralen Datenspeicherung zur Verfügung gestellt. Alle Datentransaktionen finden ausschließlich zwischen geprüften Teilnehmern statt und sind – durch die verschlüsselte Ablage in der Blockchain – unveränderbar und konsistent gespeichert. Hypertrust X-Chain ermöglicht darüber hinaus die flexible Integration von Partnersystemen, eine Echtzeit-Temperatur-, Lokations- und Qualitätskontrolle sowie sichere Herkunftsnachweise. Die Kombination mit entsprechender Hardware (Camelot Trusted Computing Appliances) stellt zudem sicher, dass dezentral gespeicherte private Daten auch tatsächlich privat bleiben.

Kommentar zu diesem Artikel abgeben

Schreiben Sie uns hier Ihre Meinung ...
(nicht registrierter User)

Zur Wahrung unserer Interessen speichern wir zusätzlich zu den o.g. Informationen die IP-Adresse. Dies dient ausschließlich dem Zweck, dass Sie als Urheber des Kommentars identifiziert werden können. Rechtliche Grundlage ist die Wahrung berechtigter Interessen gem. Art 6 Abs 1 lit. f) DSGVO.
Kommentar abschicken
copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 45259982 / Sicherheit/Datenschutz)