Suchen

eGovernment Summit 2012

Blick in die Zukunft: von Open Government Data bis Liquid Friesland

Seite: 2/2

Firmen zum Thema

„Open Government kann Beteiligungsinstrumente zur Verfügung stellen, die es früher nicht gab. Das Demokratieprinzip verlangt von uns, dass wir diese Instrumente heute anbieten.“

Aber auch die wirtschaftliche Komponente des Zugangs zu Verwaltungsdaten (Open Government Data) sei wichtig, so Bernhardt. „Für Unternehmen ist eine offene und innovative Verwaltung sehr hilfreich. Als Staatssekretär, der auch für Europabelange zuständig ist, erwarte ich ferner insbesondere von der Bundesregierung, dass sie europäische und internationale Initiativen unterstützt und eigene Konzepte hierauf abstimmt. Deutsches Open Government muss sich einfügen in ein europäisches Open Government und auch die anderen Mitgliedstaaten und Institutionen der EU dazu bringen, Open Government zu praktizieren.“

Bildergalerie
Bildergalerie mit 58 Bildern

Gerade diesen europäischen Aspekt unterstrich Bernhardt in den Diskussionen und Arbeitsgruppen auf dem Summit immer wieder. „Mir geht es darum, erneut deutlich zu machen, dass wir eGovernment in Deutschland stets eingebettet in den europäischen Kontext verstehen und auch entsprechend handeln müssen. Das bedeutet nicht, dass wir uns lediglich der Umsetzung europäischer Vorgaben widmen sollen – dies würde Innovationen unterdrücken, die im Wettstreit der europäischen Mitgliedsstaaten entstehen.

Das bedeutet aber auch nicht, dass wir uns auf Alleingänge oder Sonderpfade zurückziehen – dies würde uns am Ende mehr kosten. eGovernment in Deutschland wird nur dann gelingen, wenn wir innovative eGovernment-Lösungen erarbeiten, sie frühzeitig in die europäische Diskussion einbringen und nach Möglichkeit darauf achten, dass deutsche eGovernment-Lösungen auch grenzüberschreitend eingesetzt werden können.“

Ein Engagement, für das Bernhardt letztlich auch durch den Redaktionsbeirat der eGovernment Computing mit dem Leadership Award geehrt wurde.

Die angesprochenen Themen wurden jedoch nicht nur intensiv auf dem Summit diskutiert, sondern auch in den „Think Tanks“ in die Tiefe getrieben.

So widmete sich ein Think Tank dem Thema Open Data und den möglichen politischen Auswirkungen eines solchen Mediums. Hier wurde unter anderem erörtert, was geschieht, wenn Daten zur Schul- und Verkehrsinfrastruktur öffentlich verfügbar sind. Wie reagiert die Politik darauf, wenn zum Beispiel eine geplante Infrastrukturmaßnahme den Wert von Immobilien negativ beinflusst?

Unter der Leitung von Prof. von Lucke untersuchte eine andere Runde die Frage, welche Auswirkungen und Formen eine Open-Innovation-Kultur auf den politischen Meinungsbildungsprozess habe wird.

Die Teilnehmer des dritten Think Tank widmeten sich schließlich der Frage, wie sich politischer Führungs- und Gestaltungsanspruch durch Open Government und soziale Netzwerke verändern.

(ID:36884720)