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Leibniz Universität Hannover Blade-Server reduzieren Energieverbrauch

| Redakteur: Gerald Viola

Das Regionale Rechenzentrum für Niedersachsen (RRZN) der Leibniz Universität Hannover wollte aufgrund des wachsenden Bedarfs an Speicherkapazität und Leistung das Management und die Effizienz seiner Serverinfrastruktur verbessern. Mit den Blade-Servern von Dell baut das RRZN eine effiziente und kompakte Infrastruktur auf. Zugleich soll der Energieverbrauch um rund 20 Prozent reduziert werden.

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Das Regionale Rechenzentrum für Niedersachsen ist die zentrale Einrichtung der Leibniz Universität Hannover (LUH) für IT-Dienste und IT-Infrastruktur
Das Regionale Rechenzentrum für Niedersachsen ist die zentrale Einrichtung der Leibniz Universität Hannover (LUH) für IT-Dienste und IT-Infrastruktur
( Archiv: Vogel Business Media )

Die IT der Universitäten steht vor großen Herausforderungen. Aufgrund steigender Datenmengen muss die Infrastruktur ständig erweitert werden. Die Begrenzung der IT-Kosten, nicht zuletzt durch effizientere und wartungsfreundliche Systeme, hat deshalb hohe Priorität. Um zugleich Studenten bei ihrer Arbeit zu unterstützen und Forschungsaktivitäten zu fördern, muss die Effizienz des Systems optimiert werden, ohne dass der Infrastrukturaufwand steigt.

Dieses Szenario ist der Leibniz Universität Hannover bestens bekannt. An der Universität sind derzeit 21.000 Studenten in 75 Studiengängen eingeschrieben. Die Universität hat sich außerdem mit hochmodernen Forschungseinrichtungen und Kooperationsprogrammen mit führenden internationalen Institutionen einen Namen gemacht. Viele Studiengänge befassen sich mit den neuesten Entwicklungen in Wissenschaft und Technik, beispielsweise mit Mechatronik, Quantenphysik und Nanotechnologie.

IT-Dienste und IT-Infrastruktur für Forschung, Lehre und Verwaltung werden von der Fachabteilung für operative Dienste und Kommunikationssysteme am RRZN angeboten. Sie stellt den Betrieb eines Rechenzentrums sicher, das eine Vielzahl von administrativen und kursbezogenen Anwendungen bereitstellt. Hierzu zählen die LUH-Website, ein eLearning-System und insbesondere das Contentmanagementsystem TYPO3, über das verschiedene Abteilungen auf ihre Website zugreifen und Inhalte hinzuzufügen können.

Die Systeme des RRZN laufen größtenteils auf Dell-Hardware, bestehend aus 120 Dell PowerEdge-Servern mit der Linux-basierenden OpenVZ Server-Virtualisierungs-Software und einem Storage Area Network (SAN). Eine zentrale Rolle spielt dabei das Open-Source-Konzept: „Wo immer möglich verwenden wir Open-Source-Systeme“, erklärt Hajo Kessener, IT-Experte des RRZN. „Es hat sich gezeigt, dass das Debian GNU/Linux-Betriebssystem und die OpenVZ-Virtualisierungs-Software sehr gut auf allen Dell-Rack- und Blade-Servern laufen.“

Um die Leistung und die Verwaltungsfreundlichkeit des Rechenzentrums zu verbessern, setzte das RRZN auf Virtualisierung. Dadurch konnte die Anzahl der Racks im Rechenzentrum beträchtlich reduziert werden – und damit auch die Energie- und Gesamtbetriebskosten. Das RRZN hat dafür ein modulares Dell PowerEdge M1000e Blade-Gehäuse und fünf Dell M600-Blade-Server mit Intel Xeon 5000-Prozessoren implementiert.

Da sich das Blade-System einfach einrichten lässt, konnten Kessener und sein Team die Lösung auch ohne Unterstützung durch den Hersteller innerhalb weniger Tage implementieren. Nach der Installation von OpenVZ wurden rund 100 virtuelle Server eingerichtet und die Blade-Server mithilfe der ins Gehäuse integrierten Fibre-Channel-Switches in das vorhandene SAN eingebunden. Geschäftskritische Anwendungen, die zuvor auf herkömmlichen Servern ausgeführt wurden, laufen seither auf den Blade-Servern. So wird zum Beispiel das TYPO3-System auf 60 virtualisierten Servern ausgeführt.

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