Der neue Personalausweis

Bitte vorne anstellen

07.12.2010 | Autor / Redakteur: Alexander Schmid, leitet das Kompetenzzentrum neuer Personalausweis im Auftrag des Bundesministerium / Manfred Klein

Schlangestehen für den neuen Personalausweis. Auf der CeBIT 2010 zeigte sich das große Interesse der Bürger an sicherem eGovernment
Schlangestehen für den neuen Personalausweis. Auf der CeBIT 2010 zeigte sich das große Interesse der Bürger an sicherem eGovernment

Er ist da. Drei Worte umreißen eines der komplexesten Vorhaben der Verwaltungsmodernisierung in Deutschland der letzten 20 Jahre. Seit dem 1. November können Bürgerinnen und Bürger den neuen Personalausweis beantragen. Nach langer Vorbereitungszeit im Bundesministerium des Innern und in den Personalausweisbehörden steht den Bürgern damit endlich auch für die Online-Authentifizierung (eID) ein hoheitliches Dokument zur Verfügung.

Die Infrastrukturen stehen bereit. Unternehmen und Behörden können in den kommenden Monaten ihre Geschäftsprozesse auf nPA-Tauglichkeit prüfen. Dabei trifft die Skepsis gegenüber dem Neuen auf die Versprechungen von Soft- und Hardware-Industrie zu möglichen Einsparpotenzialen. Behördenleitungen aller Verwaltungsebenen stehen daher vor derselben Aufgabe: „Stellt euch vor, der neue Personalausweis ist da und wir werden gefragt, was wir mit ihm machen.“ Hier besteht ein berechtigtes Informationsbedürfnis bei den Mitarbeitern der Behörden und bei Bürgerinnen und Bürgern, welche die Leistungen der Behörden in Anspruch nehmen möchten.

Mit dem Einführungstermin reduziert das Bundesministerium des Innern seine aktive Rolle. Die Verantwortung für den eID-Service liegt nun bei den anbietenden Unternehmen. Die Verantwortung für die Nutzung des neuen Personalausweises im eGovernment liegt zuständigkeitshalber natürlich bei den Fachbehörden und –ämtern des Bundes, der Länder und der Kommunen. Um den Behörden den Einstieg in die Nutzung des neuen Personalausweises in ihren Fachverfahren zu erleichtern, steht dem Bundesinnenministerium auch in den kommenden Monaten weiter das Kompetenzzentrum neuer Personalausweis (CC nPA) zur Verfügung. Hier können Behörden weiterhin ihre Fragen rund um die Nutzung des neuen, hoheitlichen Ausweisdokuments in behördlichen Fachverfahren adressieren.

Das Kompetenzzentrum neuer Personalausweis koordinierte in den vergangenen anderthalb Jahren den Anwendungstest der Diensteanbieter für das Bundesministerium. Über 200 Diensteanbieter haben im Anwendungstest mit Unterstützung des Kompetenzzentrums in dieser Zeit die verschiedenen Anwendungsszenarien für ihre Produkte und Dienstleistungen diskutiert, evaluiert und integriert. Im Kompetenzzentrum haben Berater und Techniker von BearingPoint, Steria Mummert und den beiden Fraunhofer Instituten Fokus und SIT hierfür Hand in Hand gearbeitet, um den Testteilnehmern die gesuchten Informationen detailliert und anbieterneutral zur Verfügung stellen zu können. Aus diesen Erfahrungen lassen sich folgende wesentliche Punkte für Behörden herausstellen.

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