Bundestagswahl durch aktiven Online-Auftritt beeinflussen

Bitkom: Politiker müssen den Dialog via Internet suchen

| Redakteur: Susanne Ehneß

Politiker sollten per eMail erreichbar sein – dann klappt's auch mit dem Wähler
Politiker sollten per eMail erreichbar sein – dann klappt's auch mit dem Wähler (Bild: Akhilesh Sharma - Fotolia.com)

Der beste Weg, um mit Bürgern und damit potenziellen Wählern ins Gespräch zu kommen, ist der elektronische. Laut einer Studie des Bitkom ziehen die Bundesbürger den eMail-Kontakt sogar einem persönlichen Dialog mit Politikern vor.

Dass die elektronische Kommunikation der persönlichen vorgezogen wird, ist nicht allzu oft der Fall. Doch in der Beziehung zwischen Bundesbürger und Politiker sind hier die Würfel gefallen: Laut einer Studie des Bundesverbands Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (Bitkom) nehmen 36 Prozent per eMail oder Online-Formular Kontakt zum Wunschpolitiker auf, während die Bürgersprechstunde mit 34 Prozent – wenn auch nur knapp – dahinter liegt.

Abgeschlagen

Mit 22 Prozent noch weiter abgeschlagen rangieren die Kommunikationsmöglichkeiten Telefon, Brief oder Fax (22 Prozent). Erstaunlich hingegen ist das geringe Interesse, mittels eines sozialen Netzwerks Kontakt zu Politikern aufzunehmen: Nur fünf Prozent der Befragten können sich das vorstellen.

„Politiker sollten verstärkt den Dialog im Internet suchen“, bringt es Bitkom-Präsident Dieter Kempf auf den Punkt. Die Kommunikation via Internet biete die Chance, mit Bürgern in Kontakt zu kommen, die sie im persönlichen Gespräch nicht erreichen würden.

Erwartungsgemäß zeigt sich vor allem die jüngere Generation offen hinsichtlich der eMail-Kommunikation. Jeder Zweite unter den 18- 29-Jährigen würde sich für eMail oder Online-Formular entscheiden, bei den 30- bis 40-Jährigen liegt der Wert sogar bei 52 Prozent. „Das Internet ermöglicht und erleichtert die Teilhabe am politischen Geschehen und stärkt damit unsere Demokratie“, kommentiert Kempf.

Einfluss auf Bundestagswahl

Diese Aussage wird durch ein weiteres Ergebnis der Studie gestützt: 37 Prozent der Befragten meinen, dass der Einsatz des Internets durch die politischen Parteien „entscheidenden Einfluss auf den Ausgang der Bundestagswahl 2013“ haben werde.

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Auf kommunaler Ebene kann das schon ganz gut klappen. Siehe hier:...  lesen
posted am 26.07.2013 um 13:48 von Unregistriert


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