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Aktionsplan zur IPv6-Einführung Bis 2010 neuer Internetstandard für ein Viertel der Deutschen

| Redakteur: Manfred Klein

Das Internet der nächsten Generation soll bis zum nächsten Jahr für mindestens ein Viertel der deutschen Nutzer verfügbar sein. Das hat der deutsche IPv6-Rat auf seiner Tagung in Potsdam gefordert.

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( Archiv: Vogel Business Media )

Das Verbandsgremium aus Internetexperten in Wissenschaft, Wirtschaft und Politik verabschiedete auf dem zweiten IPv6-Gipfel am Hasso-Plattner-Institut (HPI) einen entsprechenden „Nationalen Aktionsplan“. Er sieht vor, dass sich Deutschland aktiv an der weltweiten technischen Weiterentwicklung des Internets beteiligt. Das Maßnahmenbündel für den Umstieg auf die modernen Datenverkehrsregeln nach dem Internetprotokoll IPv6 soll auf dem nächsten IT-Gipfel der Bundesregierung beraten werden.

EU-Kommissarin Viviane Reding erklärte in einer Video-Botschaft an die 90 Teilnehmer des Gipfels, es werde Zeit für die Öffentliche Hand, in die eigene IPv6-Infrastruktur zu investieren: „Wir müssen jetzt Ernst machen und selber IPv6 nutzen“, sagte Reding. Geschehe dies europäisch abgestimmt, werde dies einen enormen Nachfrageschub erzeugen, der Bewegung in den Markt bringe.

Der Beauftragte der Bundesregierung für IT-Technik Dr. Hans Bernhard Beus, bezeichnete die Nutzung des neuen Internet-Protokolls „als eine wichtige infrastrukturelle Grundsatzentscheidung, die wir fördern wollen, indem wir sie selber einsetzen und deren Verbreitung wir empfehlen werden.“ Beus nannte darüber hinaus den vom deutschen IPv6-Rat vorgelegten nationalen IPv6-Aktionsplan einen wichtigen Meilenstein bei der Umsetzung des Auftrags des 3. IT-Gipfels. Er rief dazu auf, diesen Weg weiter zu verfolgen und sagte weitere aktive Unterstützung der Bundesregierung zu.

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Link: IPv6-Rat

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