Abschlussbericht zur didacta 2022 Bildungsmesse zeigt Handlungsbedarf auf

Von Nicola Hauptmann

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Die Veranstalter sprechen von einem starken Signal für die Zukunft der Bildung, die Messe zeigt aber auch: Für diese Zukunft ist noch einiges zu tun.

Aussteller aus 55 Ländern nahmen an der didacta 2022 teil
Aussteller aus 55 Ländern nahmen an der didacta 2022 teil
(© Koelnmesse GmbH, Harald Fleissner )

Vom 7. bis 11. Juni fand die didacta 2022 erstmals wieder als Präsenzveranstaltung in Köln statt. Gut 35.000 Besucher haben die Gelegenheit genutzt, um sich an den 555 Ausstellungsständen sowie in Foren und begleitenden Veranstaltungen über aktuelle Lösungen und Konzepte aus allen Bereichen der Bildung zu informieren.

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Damit kann die Bildungsmesse zwar noch nicht wieder an die Zeit vor der Pandemie mit zuletzt 900 Ausstellern und ca. 100.000 Besuchern anknüpfen. Die Veranstalter sprachen dennoch von einem guten Ergebnis: „Der Neustart der didacta ist gelungen. Wir hatten auf das Zusammentreffen vor Ort gesetzt und das Interesse der Besucherinnen und Besucher zeigt, dass der persönliche Austausch durch nichts zu ersetzen ist“, resümiert Reinhard Koslitz, Hauptgeschäftsführer des Didacta Verbandes.

Der Didacta Verband und die Unternehmen der Bildungswirtschaft hätten viele Impulse gesetzt und zugleich neue Aufgaben mit auf den Weg bekommen, so Koslitz. Die Messe habe gezeigt, dass alle Bildungsbereiche einen dynamischen Reform- und Veränderungsprozess durchlaufen müssen, um erfolgreich auf neue Herausforderungen reagieren zu können.

Laut dpa kritisierte Koslitz auch die großen Unterschiede in der Ausstattung der Schulen mit WLAN oder Tablets. Für einen kompetenten Umgang mit digitalen Medien im Unterricht müsse zudem die Lehrer-Fortbildung verbessert werden.

Die Bildungsmesse habe auch „ihre Qualität als effiziente Networking-Plattform überzeugend unter Beweis gestellt“, sagt Koelnmesse-Geschäftsführer Oliver Frese. Raum für Begegnung und Austausch boten zahlreiche Foren, Workshops, Vorträge und Podiumsdiskussionen – insgesamt fast 300 Stunden Programm.

Digitalisierung in Schulen und Betrieben, die Auswirkungen der Pandemie, Nachhaltigkeit und die Situation und Integration geflüchteter Kinder gehörten dabei zu den zentralen Themen. Die zunehmende Einbindung des Internets in allen Bildungsbereichen, vom Kindergarten bis zur Berufsausbildung, führe zu einer immer stärkeren Individualisierung der Bildung.

Die didacta findet jährlich statt, das nächste Mal vom 7.-11. März 2023 in Stuttgart.

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