Stadt Hamburg

Betrieb und Service für die Verwaltungsarbeitsplätze

15.01.2008 | Redakteur: Gerald Viola

Dr. Sebastian Saxe, Technikvorstand Dataport
Dr. Sebastian Saxe, Technikvorstand Dataport

Der Senat der Freien und Hansestadt Hamburg (FHH) beschloss 2002 die grundlegende Umgestaltung der IuK-Betriebsorganisation in der Hamburger Verwaltung. Soweit dies wirtschaftlich

Der Senat der Freien und Hansestadt Hamburg (FHH) beschloss 2002 die grundlegende Umgestaltung der IuK-Betriebsorganisation in der Hamburger Verwaltung. Soweit dies wirtschaftlich und technisch machbar ist, sollten die bisher in den Behörden und Ämtern wahrgenommenen Aufgaben der IuK-Administration von Endgeräten, Datennetzen, Servern und Standardsoftware gebündelt werden. Ende 2007 wurde diese Umgestaltung nun abgeschlossen.

Mit dem Senatsbeschluss wurde eine Veränderung des Technikbetriebes für die FHH angestoßen. Angesichts eines rasanten Wandels der Informations- und Kommunikationstechnik und knapper werdender Haushaltsmittel sollte die Technik wirtschaftlich und qualitativ hochwertig in einer leistungsfähigen Infrastruktur zur Verfügung gestellt und betrieben werden. Durch eine sowohl technische als auch organisatorische Standardisierung und Zentralisierung sollte die Effizienz beim Betrieb der IT-Systeme gesteigert werden. Das Vorhaben zielte auch auf Synergieeffekte und Kostenreduktion durch Professionalisierung der Betriebs- und Betreuungsprozesse ab. Das Hamburgische Landesamt für Informationstechnik (LIT), eine der Vorgängerorganisationen von Dataport, wurde beauftragt, entsprechende Dienstleistungsangebote zu entwickeln und zur Verfügung zu stellen. Ab Januar 2004, nach der Fusion der IT-Dienstleister für die Öffentliche Verwaltung in Hamburg und Schleswig-Holstein, wurde die Aufgabe von Dataport wahrgenommen und in Projektform umgesetzt. Es gab eine enge Zusammenarbeit sowohl mit einem Projekt bei der Finanzbehörde der Stadt Hamburg (ESARI = Effizienzsteigerung der Arbeit durch Reorganisation der IT-Strukturen), dem die Definition der Rahmenbedingungen und die zentrale Steuerung des Vorhabens oblag, als auch mit den Verantwortlichen der Behörden und Ämter. Für den Projekterfolg war dabei entscheidend, dass alle Beteiligten ein gemeinsames Verständnis für die angestrebten Projektziele sowie die dafür erforderlichen Maßnahmen entwickelten. Die Vielzahl der Aufgaben eines Stadtstaates wie Hamburg spiegelte sich vor allem in der hohen Komplexität der bis dato dezentralen IT-Organisation wieder. Über Jahre gewachsene heterogene Systemlandschaften – über 20.000 Endgeräte, weit mehr als 600 dezentrale Server, etwa 800 lokale Netze und über 6.000 Softwareprodukte (darunter rund 2.000 Fachverfahren) – mit unterschiedlichen Schnittstellen, Benutzeroberflächen und Programmversionen stellten das Projekt vor große Herausforderungen. Zunächst musste die technische Infrastruktur für den Betrieb aller zu migrierenden Hardware-Komponenten geschaffen, oder dort, wo es technisch realisierbar war, angepasst werden. Zeitgleich wurde der Aufbau der Betriebsorganisation bei Dataport vorangetrieben, Geschäftsprozesse wurden formuliert, Betriebsprozesse optimiert. Obgleich dies bereits einen sehr hohen Aufwand bedeutete, musste der Betrieb bei mindestens gleichbleibender Qualität aufrechterhalten werden.

 

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