Niedersachsen Beschwerden über Datenschutzverletzungen in 2021 leicht gestiegen

Von dpa

Ob beim Einchecken im Restaurant oder der Anmeldung für einen E-Mail-Verteiler – Daten sollen vor allem eines sein: sicher. In den vergangenen Jahren wurden jedoch immer häufiger Verstöße gemeldet.

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Einen deutlicheren Anstieg habe es bei Unternehmen und öffentlichen Stellen gegeben – insgesamt 1658 Meldungen über mutmaßliche Datenschutzverletzungen wurden vergangenes Jahr eingereicht
Einen deutlicheren Anstieg habe es bei Unternehmen und öffentlichen Stellen gegeben – insgesamt 1658 Meldungen über mutmaßliche Datenschutzverletzungen wurden vergangenes Jahr eingereicht
(© Thapana – stock.adobe.com)

Die Zahl der Beschwerden zu möglichen Datenschutzverletzungen ist im vergangenen Jahr in Niedersachsen erneut leicht gestiegen. Insgesamt 2569 Beschwerden von betroffenen Bürgerinnen und Bürgern gingen bei der Landesbeauftragten für den Datenschutz (LfD) ein, wie Sprecher Philip Ossenkopp auf dpa-Anfrage mitteilte. Das seien 90 mehr als ein Jahr zuvor. Einen deutlicheren Anstieg habe es bei Unternehmen und öffentlichen Stellen gegeben – insgesamt 1658 Meldungen über mutmaßliche Datenschutzverletzungen wurden vergangenes Jahr eingereicht. Das waren den Angaben zufolge 669 mehr als noch 2020.

Mit dem Anstieg der Beschwerden setze sich ein allgemeiner Trend der vergangenen Jahre fort. Seit 2018 habe sich die Zahl der Beschwerden mehr als verdoppelt. Ein thematischer Schwerpunkt lässt sich laut Ossenkopp nicht ausmachen. Die Datenerfassungen im Zusammenhang mit der Corona-Kontaktnachverfolgung sei kein Auslöser für den Anstieg.

Vielmehr seien die Ursachen vielfältig. Beschwerden gingen beispielsweise ein, weil Online-Händler ohne vorherige Einwilligung E-Mail-Kontakte für Werbe-E-Mails nutzten. Arbeitnehmer beschwerten sich demnach unter anderem, weil ihr Arbeitgeber ein Firmenfahrzeug per GPS ortete. Auch Cyberangriffe auf Unternehmen und öffentliche Stellen – die zur Meldung von Datenschutzverletzungen verpflichtet sind – gingen ein, wie der Sprecher sagte.

Wer eine Beschwerde einreichen möchte, kann dies über ein Online-Formular oder alternativ per Post, E-Mail oder Fax tun. Der Grund für die Beschwerde soll dabei so detailliert wie möglich beschrieben werden.

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