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Beschaffungsamt nimmt Angebote bald nur noch online an

03.09.2007 | Redakteur: Gerald Viola

Seit der Novellierung des deutschen Vergaberechts am 1. November 2006 können Öffentliche Auftraggeber die Kommunikationsmittel zur Vergabe öffentlicher Aufträge frei wählen. In der

Seit der Novellierung des deutschen Vergaberechts am 1. November 2006 können Öffentliche Auftraggeber die Kommunikationsmittel zur Vergabe öffentlicher Aufträge frei wählen. In der Bekanntmachung oder den Vergabeunterlagen wird künftig angegeben, inwieweit mit den Unternehmen per Post, Fax, direkt oder elektronisch kommuniziert wird.Das Bundeswirtschaftsministerium hat nun in Zusammenarbeit mit dem Beschaffungsamt des Bundesministeriums des Innern, dem BDI, DIHK und ZDH einen Plan erstellt, der die branchenweise Umstellung auf ausschließlich elektronische Angebote bis 2010 regelt.Mit der Einführung des Stufenplans werden die Ziele der EU-Kommission umgesetzt, die in der i2010-Initiative ihre Mitgliedsstaaten auffordert, „ihre gesamte Auftragsvergabe zu 100 Prozent elektronisch abzuwickeln und dafür zu sorgen, dass bis 2010 mindestens 50 Prozent der öffentlichen Aufträge oberhalb des EG-Grenzwerts tatsächlich elektronisch vergeben werden.“Das Beschaffungsamt des BMI wird daher die IT und TK- Industrie auffordern, ihre Angebote über das Internet abzugeben. Unter www.evergabe-online.de ist das erste Verfahren eingestellt – die Angebote für Funkmeldeempfänger können nur über die Vergabeplattform abgegeben werden. Ab Oktober sollen dann weitere Ausschreibungen für ein Vergabemanagementsystem, Faxgeräte und Mobilfunkdienstleistungen folgen.In der zweiten Phase des Stufenplans sollen dann ab dem 1. Oktober 2008 Angebote aus der Kfz-Industrie nur noch in elektronischer Form akzeptiert werden. Für alle anderen Branchen soll zum 1. Januar 2010 umgestellt werden.Seit dem 28. August 2007 ist zudem bereits die neue Version der Vergabeplattform online. Ab sofort wird die fortgeschrittene elektronische Signatur (S-TRUST) unterstützt. Mit dem Signaturzertifikat werden Angebote rechtskräftig signiert. Das Zertifikat kann im Internet angefordert werden. Neu ist auch die Umsetzung des Vergabeverfahrens im „Wettbewerblicher Dialog“. Vergabestellen können jetzt über das Internet mit den teilnehmenden Unternehmen in Kontakt treten und diese Form des Vergabeverfahrens komplett online abwickeln.

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