39 Handlungsempfehlungen für Open Government

Berlin legt Strategie zur Öffnung seiner Datenbestände vor

| Redakteur: Manfred Klein

(Foto: Fraunhofer FOKUS)
(Foto: Fraunhofer FOKUS)

Die Hauptstadtverwaltung hat eine Strategie-Studie zur Open-Data- Umsetzung vorgelegt. Die Studie schlägt dazu, nach Analyse der organisatorischen, rechtlichen und technischen Voraussetzungen, einen Stufenplan von kurz-, mittel- und langfristigen Maßnahmen vor.

In 39 Handlungsempfehlungen an Politik und Verwaltung werden Hinweise gegeben, wie strukturelle, prozessuale oder rechtliche Bedingungen weiterentwickelt werden könnten, um den Open-Data-Gedanken zum Allgemeingut im Verwaltungshandeln zu machen. Die Studie wurde im Auftrag des Staatssekretärsausschusses für die Verwaltungsmodernisierung im Land Berlin durchgeführt und durch das Fraunhofer-Institut FOKUS erarbeitet.

Die Handlungsempfehlungen umfassen folgende Bereiche:

  • Politisch das Bekenntnis zu offenen Daten in und aus Berlin und für das Berliner Datenportal. Es müssen ein Gesamtverantwortlicher für offene Daten und jeweils Ansprechpartner zu den Daten bestellt werden. Vermittelt über einen Ausbau des Datenportals, sind die Daten stabil und langfristig bereitzustellen. Die Föderation des Berliner Datenportals mit anderen Portalen ist vorzubereiten.
  • Organisatorisch besteht die Notwendigkeit, Richtlinien zur Auswahl der Daten und wohldefinierte Prozesse für das Datenportal zu entwickeln. Es sind Weiterbildungsmaßnahmen für die Datenbearbeiter, Datenbereitsteller und Redakteure zu erarbeiten. Die Nutzergemeinde ist über vielfältige Interaktionsmöglichkeiten einzubinden, die auch Vorschlagsmöglichkeiten für Datensätze, Applikationen und Werkzeuge umfassen. Von der Senatsverwaltung publizierte Daten sollten automatisch in das Datenportal gestellt werden.
  • Zu den rechtlichen Handlungsempfehlungen gehören einheitliche und einfache Lizenz- und Nutzungsbestimmungen und der direkte Zugang zu diesen Bestimmungen, um Barrieren bei der Nutzung der Daten zu minimieren. Wesentlich bei der Nutzung der Daten ist die Nachvollziehbarkeit der Daten.
  • Technisch wird empfohlen, klare Standards für das Datenportal selbst und seine Sicherheit festzulegen. Es ist dabei insbesondere auf Kompatibilität, Integrierbarkeit und Qualitätssicherung der Daten zu achten.

Ein Stufenplan fasst die Handlungsempfehlungen in Phasen zusammen und gibt Empfehlungen für nächste Schritte zur Verstetigung und zum Ausbau des Datenangebots in Berlin.

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