Von der Kameralistik zum Neuen Kommunalen Finanzwesen

Bergkamen: Stadt im Wandel

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Verwaltungsreform erforderte Software-Wechsel

Sie sieht unter anderem den Wechsel aller Kommunen auf das Neue Kommunale Finanzmanagement (NKF) vor. Dies umfasst unter anderem die doppische Rechnungslegung und die Einführung einer Kostenrechnung, die bis zum Jahreswechsel 2008/2009 starten musste. „Wir waren nicht unbedingt Vorreiter, wollten die Vorgaben aber rasch umsetzen, um nicht unter Zeitdruck zu geraten“, erklärt Roland Schäfer. Anfang 2005 gründete die Stadt Bergkamen eine Projektgruppe, die den Systemwechsel vorbereiten sollte. Um den damit verbundenen Aufwand so gering wie möglich zu halten, entschied man sich für die zeitgleiche Umsetzung in der gesamten Verwaltung. Einzige Ausnahme: Die Haushaltsplanung, die bereits seit Mitte 2006 mit der Doppik arbeitete.

„Das Jahr 2007 sollte die erste Periode sein, in der wir von der Planung bis zum Abschluss komplett nach NKF-Vorgaben arbeiten“, erinnert sich Manfred Turk, Fachdezernent innere Verwaltung bei der Stadt Bergkamen. Doch der Wechsel auf die neue Haushaltssoftware war nur die eine Seite der Medaille. „Voraussetzung für den Systemwechsel ist es, das kommunale Vermögen – also: Straßen, Grundstücke und Gebäude – zu erfassen und zu bewerten. Das ist ausgesprochen aufwendig und zog das Projekt in die Länge“, erklärt Manfred Turk.

Die IT-Struktur der Stadt Bergkamen bestand aus verschieden Fachverwaltungsverfahren und dem kameralen System „CityNT“ vom Microsoft-Partner MPS Software & Systems GmbH. Glücklicherweise bot MPS mit „mpsNF“ mittlerweile auch eine Software für das doppische kommunale Finanzmanagement an. Basis ist dabei das ERP-System Microsoft Dynamics NAV. „Wir hatten uns anfangs noch ein paar Alternativen angesehen, doch bei einem so umfangreichen Projekt wollten wir keine Experimente eingehen. MPS kannte nicht nur unsere Strukturen, auch die Übernahme der Altdaten war gewährleistet. Deshalb haben wir uns im Herbst 2005 für den bewährten Softwarepartner entschieden“, unterstreicht Klaus von Depka, IT-Leiter der Stadt Bergkamen.

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