eRechnung: ökonomisch und ökologisch

Behörden unter Zugzwang – EU will eRechnungspflicht

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Auf Platz fünf landete hierbei das Fehlen politischer Initiative. Während dieser hemmende Faktor durch die geplante EU-Richtlinie an Bedeutung verlieren dürfte, gilt es in den nächsten Monaten umso mehr, die Beseitigung der weiteren Hemmnisse anzugehen.

Als viertwichtigster Hinderungsgrund wurden „starre“ Prozesse angeführt. Diese Trägheit bei der Adaption einer neuen Technologie im öffentlichen Bereich ist typisch für fast alle Transformationsprozesse. Damit gehen eng einher die am dritthäufigsten genannten Bedenken hinsichtlich der Kosten einer Umstellung.

Auf Rang zwei ein simpler, aber bedeutender Hinderungsgrund: mangelndes Wissen über die eRechnung im Allgemeinen. Es bedarf hier offensichtlich zum einen der Aufklärung von Entscheidungsträgern über mögliche Alternativen, Vorteile und Anforderungen sowie die Darbietung entsprechender Angebote von eRechnung-Providern.

Zum anderen müssen die Nutzer geschult werden im Umgang mit der neuen Technologie. Die Akzeptanz bei den Mitarbeitern ist umso niedriger, je höher die Versäumnisse bei der Einarbeitung sind.

Als wichtigster hemmender Faktor stellt sich die befürchtete Komplexität der Umstellung heraus – viele Institutionen sehen bei sich keine hinreichende „technological readiness“ für eine entsprechende Neuausrichtung des Rechnungswesens.

So muss zum Beispiel eine hohe Fragmentierung an Softwarelösungen und Prozessen einhergehen mit einer (dann kostenintensiven) Herstellung von externer und interner Kompatibilität von Systemen.

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