eRechnung: ökonomisch und ökologisch

Behörden unter Zugzwang – EU will eRechnungspflicht

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In der geplanten EU-Richtlinie, welche die durchgängig elektronische Vergabe öffentlicher Aufträge regelt, soll die Öffentliche Verwaltung – in Deutschland Bund, Länder und Kommunen, ebenso Öffentliche Unternehmen und Institutionen – verpflichtet werden, elektronische Rechnungen empfangen zu können.

Den Mitgliedsstaaten bleiben dabei maximal 48 Monate Zeit, die erforderlichen Rechts- und Verwaltungsvorschriften zu erlassen. Wird diese Richtlinie so verabschiedet, werden jegliche Diskussionen obsolet, ob auf elektronischen Rechnungsaustausch umgestellt werden soll oder nicht. Dann geht es nur noch darum, wie die eRechnung flächendeckend eingeführt wird.

Während man bei der Öffentlichen Verwaltung bisher noch diskutiert hat, ob man Lieferanten und Dienstleister zum elektronischen Rechnungsversand zwingen soll, steht die Verwaltung nun selbst unter Zugzwang. Die Situation ist vergleichbar mit der SEPA-Umstellung, bei der viele Behörden und Kommunen auch gut ein halbes Jahr vor dem Stichtag.

Es gilt also nun, einen konkreten Migrationsplan zu entwickeln und Leitlinien für die Umstellung auf die eRechnung zu erarbeiten.

Um Unterschiede beim Umgang mit dem Thema eRechnung in verschiedenen Ländern zu ergründen, haben Forscher der Goethe-Universität Frankfurt zusammen mit IT-Beratern der Bonpago GmbH Experteninterviews auf internationaler Ebene durchgeführt.

Befragt wurden Repräsentanten öffentlicher Institutionen von insgesamt 15 EU-Ländern sowie der Schweiz. Insbesondere die Identifikation von Hinderungsgründen an einer Umsetzung der eRechnung stand im Vordergrund, da diese das weitere Vorgehen determinieren.

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