Der Blick in den Abgrund

Behörden unter Sparzwang – wie kann eGovernment helfen?

| Redakteur: Manfred Klein

(Foto: Archiv)

Der Effizienzdruck in Behörden und Verwaltungen ist groß. 87 Prozent der Führungskräfte in Öffentlichen Verwaltungen sehen die Finanz- und Budget­entwicklung als größte Heraus­forderung der kommenden Jahre. Dieser Aufgabe begegnen jedoch immer weniger mit gezielten Maßnahmen.

Mehr als jeder zweite Entscheider will stattdessen „nach dem Rasenmäher-Prinzip“einsparen. Das ist ein Ergebnis der Studie „Branchenkompass Public Services“ von Steria Mummert Consulting.

In deutschen Verwaltungen sinken die Budgets, und die Aufgaben werden nicht weniger. Daher müssten die Entscheider dringend Maßnahmen ergreifen, um effizienter zu werden.

90 Prozent der Entscheider versuchten, dieses Ziel durch IT-Konsolidierung zu erreichen. Im Vorjahr waren dies 22 Prozentpunkte weniger. Eine vereinheitlichte und damit skalierbare IT-Infrastruktur hilft, Kosten zu sparen.

An zweiter Stelle steht die Aufgabenvollzugskritik, die 87 Prozent der Befragten durchführen wollen.

Eine verbesserte Ausrichtung der IT-Leistung sowie die Aufgabenzweckkritik folgen dahinter. Doch alle diese Maßnahmen benötigen etwas Zeit, bis die Ersparnis im Budget wirksam wird.

Unter dem drängenden Sparzwang greifen einige Entscheider daher zu anderen Methoden: 55 Prozent der Befragten wollen gleichmäßig in allen Bereichen einsparen. 2012 gaben dies nur 38 Prozent an.

Freiwillige Leistungen und Zuschüsse will immerhin noch die Hälfte der Befragten kappen. Dieser geringe Anteil kann jedoch auch darin begründet sein, dass nach vielen Jahren der Haushaltskonsolidierung nur noch wenige Kommunen Einsparpotenzial in den freiwilligen Leistungen haben.

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