eGovernment-Lösungen für die Abfallwirtschaft

Behörden und Unternehmen entlasten – Bürokratiekosten senken

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Die IBM-Softwarelösung

Die Beratungssparte Global Business Services der IBM Deutschland wurde gemeinsam mit den Partnern Consist Software Solutions GmbH, Kiel und Consist ITU Environmental Software GmbH, Hamburg mit der Konzepterstellung, Entwicklung und Einführung der Lösung „Zentrale Koordinierungsstelle Abfall“ (ZKS-Abfall) beauftragt. Der Partner SecCommerce Informationssysteme GmbH, Hamburg steuert eine für ZKS-Abfall erweiterte Signaturanwendungskomponente bei.

Grundlage des eANV-Verfahrens ist eine zentrale Kommunikationsplattform, das heißt, ein funktionales Portal, welches auf dem Government Site Builder (GSB) des Bundes basiert und die Virtuelle Poststelle (VPS) Governikus mit integriert. Über die VPS des Bundes und der Länder wird die Kommunikation zwischen Wirtschafts- und Behördenseite sowie zwischen den Abfallwirtschaftsbeteiligten sicher, nachvollziehbar und vertraulich abgewickelt.

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Mit SAGA und OSCI

Eine besondere Rolle spielt die Unterstützung des in SAGA „Standards und Architekturen für eGovernment-Anwendungen“ für das Behördenumfeld vorgesehenen Transportprotokolls OSCI-Transport (Online Services Computer Interface) durch die VPS. Durch diese Lösung können alle Teilnehmer am Verfahren über Postfächer miteinander kommunizieren. Das OSCI-Transportprotokoll erfüllt durch moderne Verschlüsselungstechnologien die hohen Standards, die an die Datensicherheit gestellt werden. Die Behörden können von ihrem Abfallüberwachungssystem ASYSe aus über einen OSCI-Client auf ihre Postfächer in der ZKS-Abfall zugreifen. Die Wirtschaftsunternehmen, die eine Software einsetzen, verwenden ihren eigenen OSCI-Client. Für die Unternehmen, die über den Web-Server auf die ZKS-Abfall zugreifen, verwaltet das Länder-eANV den Zugriff auf ihr OSCI-Postfach.

Die Lösung ZKS-Abfall ist skalierbar angelegt und erfüllt damit höchste Anforderungen an die Performance. So ist sichergestellt, dass in einer späteren Ausbaustufe mehr als die zunächst prognostizierten 50.000 Anwender hoch performant bedient werden können. Dazu werden bewährte und zukunftsfähige Technologien und Architekturen wie Java und WebServices eingesetzt. Zunächst wird die Lösung in der Regel auf Basis von BundOnline-Basiskomponenten und von Open Source Software realisiert. Sie ist jedoch erweiterbar konzipiert, sodass sie beispielsweise auch auf IBM Middleware migriert werden kann.

Die Lösung unterstützt den Lebenszyklus eines Dokuments der Nachweisverordnung (beispielsweise eines Begleitscheins) durchgängig elektronisch. Die Wirtschaft wird von Beginn an eingebunden. Der Austausch mit den künftigen Anwendern setzt bereits in der Konzeptionsphase ein und wird während der Projektdauer konsequent fortgesetzt.

Beitrag zum Bürokratieabbau

Das Projekt im Rahmen von eGovernment 2.0 hat zum Ziel, die Abfallbehörden sowie die betroffene Wirtschaft von unnötiger Bürokratie zu entlasten, gleichzeitig die Effizienz der abfallrechtlichen Überwachung zu stärken sowie die Sicherheit der Daten zu gewährleisten.

Darüber hinaus entlastet die elektronische Nachweisführung die Behörden bei ihren Kontrollaufgaben und erhöht die Verfügbarkeit der Daten, somit wird die Auswertung der Daten vereinfacht. Weiterhin werden infolge einheitlicher Standards der Datenformate (standardisierte Datenschnittstelle) Fehler im Verfahrensvollzug sowohl aufseiten der Unternehmen als auch der Öffentlichen Verwaltungen reduziert.

Das Projekt leistet somit einen wichtigen Beitrag zum Abbau der Bürokratiekosten im Rahmen des Regierungsprogramms eGovernment 2.0 sowie zur gemeinsamen Vereinbarung von Wirtschaft und Verwaltung, ab 2011 ausschließlich elektronisch miteinander zu kommunizieren.

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