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Drucken – aber mit eGovernment-Sicherheit! Behörden müssen vertrauliche Informationen umfassend schützen

| Redakteur: Gerald Viola

Aktuelle Studien belegen, dass Unternehmen und Organisationen weltweit nichts so sehr fürchten wie den unkontrollierten Abfluss wettbewerbskritischer Informationen. Vor diesem Hintergrund sollten Drucker und Multifunktionssysteme (MFP) als potenzielle Sicherheitslücken in der Behörden- oder Unternehmens-IT nicht vernachlässigt werden.

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Drucker sind in der Öffentlichen Verwaltung ein unterschätztes Risiko
Drucker sind in der Öffentlichen Verwaltung ein unterschätztes Risiko
( Archiv: Vogel Business Media )

Laut einer von der Unternehmensberatung Corporate Trust herausgegebenen Studie „Gefahrenbarometer 2010 – Sicherheitsrisiken für den deutschen Mittelstand“ sehen die über 5.000 befragten Unternehmen das größte Risiko für einen Informationsabfluss im leichtfertigen Umgang ihrer Mitarbeiter mit IT und Telekommunikation. Es folgen Hackerangriffe inklusive Spy- und Malware auf Platz zwei und böswilliger Datenmissbrauch durch das eigene Personal auf Platz drei.

Ähnlich stellt der kürzlich von Ernst & Young veröffentlichte „Global Information Security Survey“ fest, Organisationen hätten Schwierigkeiten, das Bewusstsein ihrer Mitarbeiter für Sicherheitsbedrohungen zu stärken. Künftig sollten sie den Fokus stärker auf den Schutz sensibler Informationen legen. Befragt wurden etwa 1.900 Führungskräfte weltweit, die mehrheitlich einen Anstieg externer und/oder interner Bedrohungen wahrnahmen. Ein Großteil der befragten Unternehmen will sich verstärkt mit sogenannten Data Leakage Prevention (DLP)-Technologien schützen.

„Bei solchen Bemühungen, vertrauliche Daten im Unternehmen oder im autorisierten Personenkreis zu halten, dürfen Drucker und Multifunktionssysteme in keinem Fall unberücksichtigt bleiben“, erklärt Helge Dolgener, Leiter Produktmanagement Office Products bei Konica Minolta Business Solutions Deutschland. „Nicht selten bilden sie einen der letzten Schwachpunkte in einem ansonsten hoch entwickelten Sicherheitssystem. Doch die besten Vorkehrungen in Teilbereichen helfen nichts, wenn anderswo Daten offen zugänglich sind.“

Drucker als Sicherheitsrisiko nicht unterschätzen

Bei der Netzwerksicherheit haben die meisten Organisationen bereits umfangreiche Sicherheitsvorkehrungen realisiert: Der Zugang ist auf autorisierte Nutzer beschränkt, Firewalls und Antivirensoftware schützen vor Gefahr von außen. Dateiserver sind mit Verschlüsselungsmechanismen gegen Datenraub und unbefugte Einsichtnahme gesichert. Doch Drucksysteme finden in Sicherheitskonzepten häufig nicht oder nur am Rande Erwähnung.

Dabei sind moderne MFP ebenso integraler Bestandteil des Firmennetzwerks wie jeder Fileserver – und ihre interne Festplatte kann Zugriff auf nicht weniger brisante Inhalte bieten. Längst sind Multifunktionssysteme keine passiven Peripheriegeräte mehr, sondern zentrale Schnittstellen in der Verwaltungskommunikation. S

ie bieten nicht nur Funktionen zum Drucken oder Kopieren, sondern können beispielsweise auch eMails und Faxnachrichten senden und empfangen. Gescannte Daten können so mit nur wenigen Handgriffen weitergeleitet werden – auch an unberechtigte Adressaten innerhalb und außerhalb der Verwaltung oder der Firma.

„Mit dem Funktionsumfang und der immer stärkeren Integration der Systeme in die Arbeitsabläufe steigen nicht nur Effizienz und Geschwindigkeit der Prozesse erheblich an, sondern eben leider auch das Missbrauchspotenzial“, so Dolgener. „Das Bewusstsein hierfür fehlt aber vielfach, sodass Benutzer und Administratoren unfreiwillig selbst zum Sicherheitsrisiko werden. Hier sehen wir uns als Druckerhersteller in der Pflicht, weiterhin verstärkt Aufklärungsarbeit zu leisten.“

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