Sopra-Studie Digitale Sicherheit

Behörden haben Nachholbedarf bei mobilem Sicherheitsmanagement

| Redakteur: Ira Zahorsky

Bei der öffentlichen Verwaltung gilt „Safety first“
Bei der öffentlichen Verwaltung gilt „Safety first“ (Bild: MK-Photo/ stock.adobe.com)

Sopra Steria Consulting untersuchte in der Studie „Potenzialanalyse Digital Security“ das IT-Sicherheitsmanagement deutscher Unternehmen und nahm dabei auch die Öffentliche Verwaltung unter die Lupe.

61 Prozent aller befragten Unternehmen besitzen branchenübergreifend eine IT-Sicherheitsstrategie, 32 Prozent arbeiten daran. Bei der Umsetzung einzelner Konzepte und Maßnahmen sind die einzelnen Branchen im Durchschnitt unterschiedlich weit oder setzen verschiedene Schwerpunkte. So sind öffentliche Verwaltungen besonders vorsichtig beim Einführen neuer Technologien.

Safety first

IT-Sicherheit gilt häufig als Bremser der Digitalisierung. Welche Prioritäten Unternehmen setzen, ist von Branche zu Branche verschieden. Öffentliche Verwaltungen ziehen eine strikte Sicher-zuerst-Strategie durch. Mit gutem Grund: „ IT-Systeme öffentlicher Verwaltungen gelten als kritische Infrastrukturen (KRITIS) und müssen durch das IT-Sicherheitsgesetz besondere Auflagen erfüllen“, so Gerald Spiegel, Senior Manager Information Security Solutions bei Sopra Steria Consulting.

Externe Experten

Unterschiedliche personelle Bedingungen herrschen beim Aufbau von Kow-how und Kompetenzen in den IT-Abteilungen. Unter anderem sind öffentliche Verwaltungen mehr als andere Branchen auf das Rekrutieren von IT-Sicherheitsspezialisten angewiesen. Ein Drittel der Behörden oder Ministerien (34 Prozent) suchen auf dem Arbeitsmarkt nach Experten für Cyber Security.

Lücken beim Schutz mobiler Endgeräte

Einige Branchen organisieren ihr IT-Sicherheitsmanagement noch zu aufwändig. Beim Umgang mit mobilen Endgeräten werden vorhandene Instrumente häufig nicht genutzt. Im Durchschnitt aller befragten IT-Entscheider meldeten zwei von drei zurück, in ihrem Unternehmen ein Mobile Device Management (MDM) einzusetzen. Bei Behörden fehlt häufig ein ausgefeiltes Sicherheitsmanagement für Smartphones und Laptops.

Über die Studie

Für die „Potenzialanalyse Digital Security“ wurden im Auftrag von Sopra Steria Consulting im April 2017 mehr als 205 IT-Entscheider aus Unternehmen ab 500 Mitarbeitern aus den Branchen Banken, Versicherungen, sonstige Finanzdienstleister, Energieversorger, Automotive, sonstiges Verarbeitendes Gewerbe, Telekommunikation und Medien sowie Öffentliche Verwaltung befragt. Explizit ausgeschlossen wurden Beratungsunternehmen und Anbieter von IT-Lösungen.

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