Kommentar zum Thema Cybersicherheit

„Behörden gefährden Sicherheit von Bürgern“

| Autor / Redakteur: Frank Kölmel / Susanne Ehneß

EMEA-Raum: Öffentlicher Sektor ist häufigstes Angriffsziel

Modernde Cyberbedrohungen sind gezielt, hartnäckig und nur schwer zu bemerken. Im Durchschnitt bewegen sich Angreifer 205 Tage lang unbemerkt in einem Netzwerk, bevor sie entdeckt werden. Bereits ein einziger Angriff kann dadurch tiefgreifende Probleme auslösen.

Aktuelle Untersuchungen von Fire Eye zeigen beispielsweise, dass mehr als ein Viertel der beobachteten Advanced Persistent Threats (APTs) im EMEA-Raum den öffentlichen Sektor ins Visier nehmen. Darüber hinaus haben Mitarbeiter von Mandiant einem aktuellen Bericht zufolge im Jahr 2014 einen deutlichen Anstieg von Angriffen in diesem Bereich beobachtet.

Hacker-Angriffe auf Behörden und Ministerien

Ihre Urheber sind Cyberkriminelle, staatlich unterstützte Akteure und sogenannte „Hacktivisten“, die mit ihren Angriffen unterschiedliche Ziele verfolgen. Während Kriminelle bei Behörden in erster Linie personenbezogene Informationen entwenden wollen, verfolgen Cyberspione zumeist die Sammlung von unter Verschluss stehenden Daten oder Plänen.

Hacktivisten geht es weit seltener um Datendiebstahl. Indem sie die Netzwerke öffentlicher Einrichtungen stören oder manipulieren, wollen sie auf vermeintliche Missstände in Politik und Gesellschaft aufmerksam machen.

Advanced Cyber Attacks stellen eine allgegenwärtige und unmittelbare Gefahr für die Sicherheit von Behörden dar. Das gilt für Bundesämter ebenso wie auf kommunaler Ebene. Auch Dienststellen, die nicht selbst mit der Verwaltung bürgerbezogener Informationen betraut sind, bedürfen zeitgemäßen Schutzes.

Nach dem erfolgreichen Eindringen in ein Netzwerk, können die Angreifer das kompromittierte System als Sprungbrett für weitergehende Angriffe verwenden und sich innerhalb des Netzwerkes unbemerkt bewegen.

Sicherheit der Bürger in Hand von Behörden

Um die Netzwerke der öffentlichen Verwaltung und sensible Akteninhalte effektiv zu schützen, müssen Behörden in der Lage sein, auch moderne Bedrohungen entdecken und eindämmen zu können. Dazu sind Know-how und zeitgemäßes technologisches Rüstzeug erforderlich.

Trotz häufig knapp bemessener Budgets ist der Schutz vor Advanced Cyber Attacks ein wichtiges Investitionsfeld, in dem Behörden nicht nur für die Sicherheit des öffentlichen Sektors, sondern in direkter Folge auch für den Schutz von Bürgern vor Cyberkriminalität sorgen können.

Ein Beitrag von Frank Kölmel, Vice President Central & Eastern Europe bei Fire Eye.

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