Energiemanagement

Beeindruckende Öko-Bilanz bei Züricher Energieversorger

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Richtungsweisend für die Weiterentwicklung der Portallösung waren die Anforderungen von ewz, die aus den Erfahrungen als Energiedienstleister der Stadt Zürich resultieren. Welche speziellen Anforderungen spielten dabei eine Rolle?

Bucher: Wesentlich war für uns der Wunsch, die Anlagen aus einer zentralen Einheit zu steuern und zu überwachen. Weiter spielte die Zugangsmöglichkeit über das Internet eine große Rolle, sodass unsere Betriebsfachleute von jedem Standort aus über eine „normale“ Standard-IT-Infrastruktur auf die Anlage zugreifen können, selbstverständlich mit den notwendigen Sicherheiten versehen. Zu guter Letzt spielte die Visualisierung eine wichtige Rolle.

Die optische Wahrnehmung von Anlagenzuständen ist eine Voraussetzung, spezifische Situationen schnell zu erfassen und zu beurteilen. Ebenso war es uns wichtig, dass die Alarme aller Anlagen an einem Ort zentral zusammengefasst und von da aus weiterverarbeitet werden können.

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Auch die Sicherheit unserer Betriebsmitarbeiter konnte mit dem EDL-Portal als Basis gesteigert werden. Da diese oft allein arbeiten, können wir mit dem EDL-Guard, einer Sicherheits-App des Portals, die Anlagenzutritte und -austritte überwachen und feststellen, ob ein Mitarbeiter – etwa infolge eines Unfalles – überfällig sein sollte.

Martin Bucher
Martin Bucher
(Bild: ewz)

Bieten Sie das EDL-Portal auch Ihren externen Kunden zum Beispiel im Rahmen von Energie-Contracting-Verträgen an?

Bucher: Nein, als Energiecontractor versuchen wir, den Kunden von den technischen Details zu entlasten. Wir beherrschen die gesamte Komplexität einer Anlage – das gehört zu unseren Kompetenzen. Der Kunde profitiert von einer zeitgerechten und qualitativ einwandfreien Energielieferung, entsprechend seiner „Bestellung“. Einen Teilzugriff auf die effektiven Verbrauchsdaten, entsprechend dem abzurechnenden Energiezähler werden wir in naher Zukunft anbieten können. Die CO2-Emmissionen weisen wir auf den Rechnungen aus.

Welche Funktionserweiterungen im Portal wünschen Sie sich?

Bucher: Die weitere Entwicklung wird sich im Wesentlichen um das Themenfeld Energieauswertung drehen. Der Bedarf, einzelne Zustände nicht nur als Wert wahrzunehmen, sondern diese im Kontext mit Referenzgrößen automatisch zu beurteilen, wird immer wichtiger – nicht zuletzt auch wegen der Größe des Anlageportfolios. Weiter wird die Zusammenfassung von wichtigen Daten für das Gesamtenergiemanagement eines Contractors entscheidend. Dadurch lassen sich Portfoliobetrachtungen ermöglichen und Skaleneffekte realisieren. Ein weiterer Aspekt wird die Integration von spezifischen „Facility Management“-Funktionen sein.

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