Geschäftsprozess des Kunden im Vordergrund

Bechtle auf dem Weg zur Nummer eins

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Zwei Ansätze

Bei Bechtle gibt es dazu zwei Ansätze. Zum einen wenden sich Kunden, die Beratungsunternehmen zu Rate gezogen haben, direkt an die Neckarsulmer, um aufgedeckte Schwächen zu optimieren. Zum anderen beschäftigt Bechtle so genannte Business-Architekten, die Kundenprozesse unter die Lupe nehmen. „Unsere Business-Architekten nehmen Themen auf und unterbreiten Vorschläge, wie wichtige Geschäftsprozesse mithilfe der IT flexibler und dynamischer gestaltet werden können.“ Solch eine Möglichkeit , das eigene Geschäft anzuschieben, setzt in den meisten Fällen eine gewisse Größe des Systemhauses voraus.

Kleineren IT-Dienstleistern fehlen hier schlicht die Köpfe. „Hinzu kommt das Fachwissen der Mitarbeiter – von unseren knapp 6.400 Beschäftigten sind rund 20 als Business-Architekten ausgebildet“, sagt der Manager. Kleinere IT-Dienstleister tun sich also in dieser Hinsicht schwer auf dem Markt. „Für die kleinen Häuser stellt sich die Frage: Kann und will ich zukünftig überhaupt als Komplettanbieter am Markt auftreten?“, so König. Wer hier eine besondere Nische findet, habe jedoch Chancen.

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Klassifizierung des Schutzes

Die Cloud zählt für König eigentlich schon zum Tagesgeschäft. Es kommt darauf an, wie man mit ihr umgeht. „Wenn ich zum Kunden komme und frage, ob er seine Daten schon einmal nach Schutzwürdigkeit klassifiziert hat, kommen meist irritierte Reaktionen. Oftmals höre ich: Wir dürfen ja nichts in die Cloud legen“, erzählt König. „Dabei wäre die Unterscheidung interessant, ob es sich um eine Adresse handelt, die sowieso im Telefonbuch steht, oder ob es schutzwürdige Entwicklungsdaten sind. Erst nach solch einer Kategorisierung kann ich entscheiden, was ich in die Cloud lege oder auch nicht.“

Service Provider haben ihre Stärken in den standardisierten Angeboten, die sie schnell und günstig auf den Markt bringen können, beispielsweise bei Storage- und Back-up-Funktionalitäten. Doch viele Unternehmen benötigen individualisierte Services. „Hier kommt die Stärke der Systemhäuser zum Tragen, indem wir dem Kunden anbieten, dass er sowohl Teile aus dem Commodity-Angebot verwenden kann und wir diese mit zusätzlichen Services ergänzen. Damit ist Bechtle in der Lage, dem Kunden eine Dynamik zu bieten, die Provider wie Amazon oder Microsoft oft nicht offerieren können.“

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