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IT-Gipfel in München Bayerns Verwaltung auf dem Weg vom Blatt zum Byte

| Autor / Redakteur: Manfred Klein / Susanne Ehneß

Bayern soll zur Leitregion des digitalen Aufbruchs werden. So hat es die Staatsregierung auf ihrem IT-Gipfel beschlossen und ein umfangreiches Aktionsprogramm abgesegnet, das vor allem das Finanzministerium und Wirtschaftsministerium betrifft. eGovernment Computing hat in beiden Häusern nachgefragt, welche Aufgaben nun zur Erledigung anstehen.

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Ministerpräsident Horst Seehofer will Bayern zur Leitregion des digitalen Aufbruchs machen
Ministerpräsident Horst Seehofer will Bayern zur Leitregion des digitalen Aufbruchs machen
(Foto: Bayerische Staatskanzlei)

Selbstbewusst erklärte Dr. Markus Söder, Finanzminister und CIO des Freistaats: „Der IT-Gipfel der Staatsregierung hat die herausragende Bedeutung der Digitalisierung für Bürger, Wirtschaft und Staat verdeutlicht. Besonders gilt das für den Breitbandausbau. Flächendeckendes schnelles Internet ist der Schlüssel, um ein Bayern der zwei Geschwindigkeiten zu vermeiden. Der Gipfel hat bestätigt, dass Bayern mit einem in Deutschland einmaligen Förderprogramm auf dem richtigen Weg ist: 1,5 Milliarden Euro stellt der Freistaat zur Verfügung, um digitale Chancengleichheit zu schaffen. Das ist das größte Infrastrukturprojekt dieser Legislaturperiode.“

Zudem wolle die Staatsregierung die Chancen der Digitalen Zukunft entschlossen nutzen. „Das bedeutet auch, dass wir unsere Verwaltung digitalisieren müssen – quasi vom ‚Blatt‘ zum ‚Byte‘. Hier werde ich als IT-Beauftragter neue Impulse geben. Und mit dem eGovernment-Programm Montgelas 3.0 realisieren wir den Sprung zur digitalen Verwaltung und weiten eGovernment auf ganz Bayern aus.“

Im Übrigen sei die Digitalisierung eine gesamtstaatliche Aufgabe mit unterschiedlichen Teilaufgaben. „Wir liefern mit Breitband, Sicherheit und Montgelas 3.0 wesentliche Bausteine für ein modernes Bayern“, so Söder.

Hingegen verwies eine Sprecherin des Wirtschaftsministeriums zu den Auswirkungen des IT-Gipfels lediglich auf die Maßnahmen, die auf dem IT-Gipfel aus dem Bereich des Bayerischen Wirtschaftsministeriums vorgestellt wurden. Dazu seien insbesondere Investitionen in Höhe von 100 Millionen Euro in die außeruniversitäre Forschungsinfrastruktur und anwendungsorientierte FuE-Projekte überall im Freistaat zu zählen.

Innovative Gründer spielten eine besondere Rolle für die Entwicklung der bayerischen Wirtschaft. Daher wolle das Bayerische Wirtschaftsministerium hier folgende Akzente setzen:

  • Aufbau eines „Zentrums für Internet und Digitale Medien“ in zentrumsnaher Lage in München als Kristallisationspunkt für die Internet- und Medienwirtschaft; Auflage eines Wachstumsfonds Bayern im Umfang von bis zu 100 Millionen Euro, um Bayerns Stellung als Gründerland auszubauen.
  • Jährliche Großveranstaltung „Global Venture Summit“ zur Vernetzung von Hightech-Gründern und Wagniskapitalgebern.

Darüber hinaus wird ein „Zentrum Digitalisierung Bayern“ ins Leben gerufen. Ziel des Zentrums wird sein, die bayerischen IT-Kompetenzen im Bereich Forschung und Entwicklung sichtbar zu machen, um Bayerns Anziehungskraft für Forscher, Fachkräfte und innovative Unternehmen zu stärken. Das zugehörige Konzept wird derzeit erarbeitet. Der Fokus wird dabei auf der Bündelung der Hochschulforschung liegen.

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