Moderner Staat

Bayern zeigt in Berlin Projekte für strategisches eGovernment

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Der konzeptionelle Rahmen von eGovernment in Bayern

Welches sind die wichtigsten Erfolge, die Bayern bei der Digitalisierung bisher erzielt hat und von denen andere Bundesländer lernen können?

Pschierer: Neben den vielen nutzbringenden Anwendungen auf Basis unserer Geodateninfrastruktur ist für unseren Wirtschafts- und Technologiestandort eine moderne digitale und insbesondere offene Lern- und Bildungsinfrastruktur von höchster Bedeutung.

Dafür brauchen wir definierte Standards und einen konzeptionellen Rahmen. Mit dem Digitalen Bildungsnetz Bayern haben wir hierzu bereits einen großen Schritt in die richtige Richtung getan. Hiermit wurde bereits der konzeptionelle Rahmen abgesteckt, um infrastrukturell die wirtschaftliche Umsetzung eines IT-gestützten Unterrichts an bayerischen Schulen zu gewährleisten.

Insbesondere sollen die Schüler vor dem Hintergrund eines stetig steigenden Informationsangebots lernen, die Informationsquellen nach Glaubwürdigkeit und Relevanz zu beurteilen und die Vor- und Nachteile der unterschiedlichen Mediengattungen lösungsorientiert einzuschätzen. Wir arbeiten daher bei der Konzeption Hand in Hand mit den Kollegen aus dem Kultusministerium zusammen und vermeiden so Doppelarbeit und Reibungsverluste.

Welche Beispiele werden Sie auf Moderner Staat zeigen?

Pschierer: In erster Linie werden wir strategische Leuchtturmprojekte zeigen, die sich unmittelbar aus der Studie ableiten. Hier ist insbesondere – neben dem Digitalen Bildungsnetz – das Projekt x-trans.eu „Cross Border Transport“ zu nennen, ein Portal zur grenzübergreifenden Optimierung von Verwaltungsverfahren im Bereich der Großraum- und Schwerlasttransporte, das enorme Effizienzgewinne bei Antragstellung und -bearbeitung sowie eine drastische Verkürzung von Genehmigungszeiten ermöglicht. Neben europaweiten Ansätzen wollen wir aber auch im innerbayerischen Bereich unsere elektronischen Bürgerdienste mit der „Serviceplattform Digitales Bayern“ optimieren. Auf der Serviceplattform werden sowohl staatliche als auch kommunale Bürgerdienste mit einer einheitlichen und sicheren Authentifizierung – vorzugsweise über den neuen Personalausweis – sowie mit medienbruchfreier Anbindung an die nachgelagerten Fachverfahren angeboten.

Welche Erwartungen haben sie als Partnerland an die diesjährige Veranstaltung?

Pschierer: Der Moderne Staat 2012 ist eine ideale Plattform, um die im Rahmen der Studie „Zukunftspfade Digitales Bayern 2020“ gewonnenen Erkenntnisse mit kompetenten Partnern anhand der vorher genannten Pilot- und Umsetzungsprojekte zu diskutieren und weiter zu entwickeln. Hierbei kommt uns zugute, dass die Kongressmesse gleichermaßen auf hochkarätigen Kongress- und Fachvorträgen sowie auf einem thematisch hochwertigen Ausstellungsbereich basiert.

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