Moderner Staat

| Redakteur: Manfred Klein

Bayern-CIO Franz Josef Pschierer will eGovernment aus Bayern unter dem Berliner Funkturm präsentieren
Bayern-CIO Franz Josef Pschierer will eGovernment aus Bayern unter dem Berliner Funkturm präsentieren (Foto: Bayerisches Finanzministerium)

„Digitales Bayern 2020 – Vorsprung durch eGovernment“ heißt das Motto, unter dem sich in diesem Jahr der Freistaat Bayern als Partnerland der Kongressmesse Moderner Staat präsentiert. Im Mittelpunkt des Messeauftritts steht neben den eGovernment-Projekten die Studie „Zukunftspfade Digitales Bayern 2020“.

Sie zeigt Möglichkeiten auf, wie Bayern die digitale Gesellschaft gestalten kann. eGovernment Computing sprach mit dem IT-Beauftragten der Bayerischen Staatsregierung, Staatssekretär Franz Josef Pschierer.

Herr Pschierer, die Studie „Zukunftspfade Digitales Bayern 2020“ beschreibt den Entwicklungsstand der digitalen Gesellschaft im Freistaat und gibt Handlungsempfehlungen für die Zukunft. Warum ist es so wichtig, dass der Staat die digitale Gesellschaft mitgestaltet?

Pschierer: Digitale Technologien haben bereits die Prozesse in Industrie, Wirtschaft und Verwaltung grundlegend verändert. Nun zeichnen sich durch den Einsatz der Informations- und Kommunikationstechnik (IKT) weitreichende Veränderungen in allen Lebensbereichen unserer Gesellschaft ab.

Die zukunftsfähige Entwicklung der Informationsgesellschaft ist jedoch kein Automatismus, der sich durch den rasanten technologischen Fortschritt wie von selbst einstellt. Vielmehr müssen die richtigen Rahmenbedingungen rechtzeitig definiert und geschaffen werden. Und da sehe ich die Studie „Zukunftspfade digitales Bayern 2020“ als einen wichtigen Ansatzpunkt, um gemeinsam mit den verschiedensten Interessengruppen über mögliche Digitalisierungsstrategien zu diskutieren.

Welches sind die wichtigsten Voraussetzungen für eine erfolgreiche Umsetzung der Digitalisierung?

Pschierer: Eine lebensechte digitale Gesellschaft kann es nur geben, wenn der Schutz der Persönlichkeit und der persönlichen Daten im gesellschaftlichen, politischen und individuellen Bewusstsein ebenso wie in institutionellen Regeln nachhaltig verankert ist.

Auf der anderen Seite sind Nutzungshemmnisse der digitalen Welt so weit wie möglich abzubauen, was die nachhaltige Ausbildung von Medienkompetenzen, einen flächendeckenden Breitband-Netzzugang sowie den weitgehenden Abbau von Schriftformerfordernissen erfordert.

Gleichzeitig muss es entsprechende Anwendungen geben, die über eine zielgerichtete Nutzerorientierung verfügen, indem sie Mehrwerte für alle Beteiligten schaffen und schnell und einfach zu bedienen sind.

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