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Einheitliches Stellen- und Personalverwaltungsverfahren für alle Beschäftigten Bayern vollzieht einen SAP-Releasewechsel in Rekordzeit

| Autor / Redakteur: Dr. Jan Remy / Gerald Viola

Mit der Einführung des SAP Human Capital Ressources-Verfahrens VIVA (Voll Integriertes Verfahren komplexer Anwendungen) hat der Freistaat Bayern konsequent den Weg in Richtung eines integrierten, für alle Behörden einheitlichen Personalverwaltungsverfahrens eingeschlagen. Ende Juli 2008 hat die Betreiberin von VIVA, die Münchener IuK-Abteilung des Landesamtes für Finanzen, nun ein Upgrade dieses noch auf SAP R/3 basierenden Verfahrens auf das neueste Release SAP ERP 6.0 erfolgreich abgeschlossen.

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Die Projektmannschaft
Die Projektmannschaft
( Archiv: Vogel Business Media )

Vorausgegangen war ein Upgrade-Projekt von lediglich sechs Monaten Dauer, welches nicht nur den vorgegebenen Kostenrahmen genau einhielt, sondern auch exakt zum geplanten Termin abgeschlossen werden konnte. Angesichts der Tatsache, dass VIVA eine der weltweit größten SAP-HR-Installation ist und aufgrund der vielfältigen Anforderungen auch einen besonders hohen Anteil an Eigenentwicklungen aufweist, ist dieses Projektergebnis auch ein exzellentes Zeugnis für die Leistungsfähigkeit der mit der Umsetzung betrauten IuK-Abteilung des Landesamtes für Finanzen in München.

VIVA: Integrierte Bezüge- und Personalverwaltung

Die Bezüge der etwa 470.000 Arbeitnehmer, Beamten und Pensionäre des Freistaats Bayern werden schon lange zentral am Landesamt für Finanzen und dessen Vorgängerbehörden, den Bezirksfinanzdirektionen, verwaltet und abgerechnet. Die Personalbewirtschaftung hingegen erfolgte in der Vergangenheit dezentral in den Behörden mit unterschiedlichsten EDV-Verfahren.

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Das 2004 am Landesamt für Finanzen eingeführte SAP-Verfahren VIVA löste nicht nur das bisherige Verfahren zur Bezügeabrechnung (BAVARIA) ab, sondern integrierte auch die Personal- und Stellenverwaltung von rund 30.000 Bediensteten, vorwiegend aus dem Bereich des Bayerischen Staatsministeriums der Finanzen.

Aufgrund eines Beschlusses der bayerischen Staatsregierung wird die Personal- und Stellenverwaltung mit dem SAP-Verfahren VIVA bis 2011 schrittweise auf sämtliche Bedienstete des Freistaates Bayern ausgeweitet werden (Projekt VIVA-PRO; Personalbewirtschaftung Roll-out).

Damit wird der Freistaat Bayern künftig auch über ein einheitliches Personal- und Stellenverwaltungsverfahren für alle Beschäftigten verfügen und so einen wichtigen Schritt in Richtung einer effizienteren Personalverwaltung vollzogen haben.

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