IT-Kooperation

Bayern und Thüringen planen weitere gemeinsame eGovernment-Projekte

| Autor: Manfred Klein

Der Bayerische Finanz- und Heimatstaatssekretär Dr. Hans Reichhart (l.) und der Thüringer Finanzstaats-sekretär und CIO Dr. Hartmut Schubert bei der Vertragsunterzeichnung
Der Bayerische Finanz- und Heimatstaatssekretär Dr. Hans Reichhart (l.) und der Thüringer Finanzstaats-sekretär und CIO Dr. Hartmut Schubert bei der Vertragsunterzeichnung (© Bay. Finanzministerium)

Künftig werden papierbasierte Steuererkärungen aus Thüringen im bayerischen Wunsiedel digitalisiert. Beide Länder planen bereits weitere IT-Kooperationen.

Der Bayerische Finanz- und Heimatstaatssekretär Dr. Hans Reichhart und der Thüringer Finanzstaatssekretär und CIO Dr. Hartmut Schubert vereinbarten eine enge Kooperation beider Länder im IT-Bereich. In einem ersten Schritt werden Steuererklärungen aus Thüringen, die in Papierform eingereicht wurden, in Zukunft im Scanzentrum in Wunsiedel digitalisiert.

Dr. Reichhart betonte: „Mit einer solchen Kooperation werden beide Partner gestärkt. Ein schönes Beispiel für eine gute länderübergreifende Zusammenarbeit zum beiderseitigen Vorteil – jeder bringt seine Stärken mit ein.“

Dr. Schubert dazu: „Das Scannen von Steuererklärungen wollen wir gemeinsam mit Bayern realisieren. Künftig werden die Steuererklärungen der Thüringer über die hochmoderne Scanstrecke in Wunsiedel verarbeitet. Denn trotz einer 70-prozentigen Quote bei elektronischen Steuererklärungen werden in Thüringen gegenwärtig noch Daten aus zirka 335.000 Steuererklärungen manuell erfasst.“

Im zentralen Datenerfassungs- und Scanzentrum der bayerischen Steuerverwaltung werden bisher jährlich schon rund 1,7 Millionen Steuererklärungen der Finanzämter von Bayern und Rheinland-Pfalz in elektronische Daten umgewandelt. Ab Januar 2019 kommen auch Steuererklärungen aus Thüringen dazu.

Das gemeinsame Scannen der Steuererklärungen soll nur ein erster Schritt sein. Beide Länder beabsichtigen, die Zusammenarbeit auch auf weitere IT-Bereiche auszuweiten. Sie fixierten dies in einer entsprechenden Erklärung.

Dr. Schubert sieht in der Kooperation die Zukunft des eGovernment in Deutschland: „Das Internet hat uns gelehrt, geografische und nationale Grenzen zu überwinden. So müssen wir bei der Digitalisierung in Deutschland ganz natürlich auch föderale Grenzen überwinden. In der Kooperation der Länder liegt die Zukunft des eGovernments in Deutschland.“

Dr. Reichhart bekräftigte dies: „Gemeinschaftlich können die Verwaltungen die großen Aufgaben schultern, die an sie von allen Seiten gestellt werden. Die Digitalisierung schafft neue Herausforderungen, sie bietet aber zugleich auch die Möglichkeit schnell und effizient länderübergreifend zusammen zu arbeiten. So kann die Verwaltung den Bürgern schnell die jeweils beste Leistung anbieten.“

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