Digitalisierung

Bayern und Sachsen arbeiten bei OZG-Umsetzung zusammen

| Autor: Manfred Klein

Bayern und Sachsen wollen sich als Standorte der Mikroelektronik weiter profilieren
Bayern und Sachsen wollen sich als Standorte der Mikroelektronik weiter profilieren (© Pawel Sosnowski/pawelsosnowski.com)

Im Zuge einer gemeinsamen Kabinettssitzung haben die Sächsische Staatsregierung und der Bayerische Ministerrat eine weitreichende Zusammenarbeit beschlossen. Kooperieren will man auch im eGovernment und bei Fragen der Digitalisierung.

So wollen die beiden Bundesländer im Rahmen der Beschlüsse des IT-Planungsrats enger zusammenarbeiten, um elektronische Verwaltungsleistungen für Bürger und Unternehmen noch umfassender, nutzerfreundlicher und schneller anbieten zu können.

Die in beiden Ländern ansässigen Unternehmen der Mikroelektronik und Forschungsinstitute sollen gestärkt werden. Durch gemeinsame, koordinierte Initiativen wollen Bayern und Sachsen auch die Weiterentwicklung und Erprobung der Quantenkommunikation voranbringen. Mit der Quantenkommunikation ist es technisch möglich, Informationen und Daten in einer besonders sicheren Form zu übertragen. Die Technologie soll so bald wie möglich in der Praxis eingesetzt werden können.

Das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie sowie die Sächsische Staatskanzlei wurden beauftragt, begleitend zum länderübergreifenden Forschungsprojekt von Fraunhofer Institut, Deutschem Zentrum für Luft- und Raumfahrt und Max-Planck-Gesellschaft den Aufbau einer Pilotstrecke zwischen Bayern und Sachsen zur sicheren Behördenkommunikation zu unterstützen.

Bei der Umsetzung der Nationalen Industriestrategie 2030 und bei der Erarbeitung der Industriestrategie der Europäischen Union setzen sich die Staatsregierungen für den Ausbau und die Vernetzung der bestehenden Mikroelektronik-Standorte in Bayern und Sachsen ein. Dies sei von erheblicher Bedeutung, um die Technologiesouveränität und die industrielle Fertigungskapazität im Bereich der Mikroelektronik in Europa zu gewährleisten.

Im Bereich der Künstlichen Intelligenz (KI) soll ein gemeinsames Expertenforum mit Fachleuten aus Bayern und Sachsen durchgeführt werden. Ziel sei es hier, ethische und gesellschaftliche Fragen und daraus resultierende Implikationen für die Änderungen des rechtlichen Rahmens, aber auch vielversprechende Anwendungsszenarien für Staat und Verwaltung zu identifizieren. Die Ergebnisse sollen in die KI-Strategie der Bundesregierung eingebracht werden.

Zur Verbesserung des Mobilfunks in grenznahen Bereichen setzen sich Bayern und Sachsen bei der Bundesnetzagentur dafür ein, dass Frequenzgenehmigungen in Grenzgebieten umfassend und zügig erteilt werden.

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