Leitregion des digitalen Aufbruchs

Bayerisches Kabinett beschließt Konzept für Zentrum Digitalisierung

| Redakteur: Manfred Klein

Bayerns Wirtschaftsministerin Ilse Aigner will mit ZD.B die Basis für den digitalen Wandel legen
Bayerns Wirtschaftsministerin Ilse Aigner will mit ZD.B die Basis für den digitalen Wandel legen (Bild: Bayerisches Wirtschaftsministerium)

Das Bayerische Kabinett hat auf Initiative von Wirtschaftsministerin Ilse Aigner und Wissenschaftsminister Dr. Ludwig Spaenle das Konzept zum Zentrum Digitalisierung.Bayern (ZD.B) verabschiedet. Das ZD.B soll als einer der zentraler Bestandteil der Digitalisierungs­strategie Bayern Digital den Freistaat zur Leitregion des digitalen Aufbruchs machen.

„Digitalisierung ist nicht nur die nächste industrielle Revolution. Der digitale Wandel ergreift alle Wirtschafts- und Gesellschaftsbereiche. Bayern hat die Chance, den globalen Wandel zu gestalten und von ihm zu profitieren. Das ist unser Anspruch. Das Zentrum Digitalisierung.Bayern ist einer der zentralen Bausteine unserer Digitalisierungsstrategie Bayern Digital zur Förderung des digitalen Aufbruchs in Wirtschaft und Wissenschaft in Bayern. Mit dem ZD.B bündeln wir die Kräfte und schaffen eine Forschungs-, Kooperations- und Gründerplattform für ganz Bayern“, so Wirtschaftsministerin Aigner.

„Mit insgesamt 20 Professuren, und zwar je zehn neuen Professuren an Universitäten und Hochschulen für angewandte Wissenschaften, werden wir die bereits jetzt hervorragenden Forschungskompetenzen im Freistaat im Digitalisierungsbereich weiter ausbauen“, sagt Staatsminister Dr. Spaenle: „Damit werden wir die Forschung an den Hochschulen in Zukunftsfeldern der Digitalisierung massiv verstärken können. Wir beginnen bereits im laufenden Haushalt“.

Eine Expertenkommission werde die zukunftsweisenden Themenfelder identifizieren, in denen in Bayern zusätzlich investiert werden soll. Dann werden die Professuren den einzelnen Hochschulen in einem wissenschaftsgeleiteten wettbewerblichen Verfahren zugeordnet, beschreibt Spaenle das Vorgehen.

Mit der Zuordnung der neuen Professuren will die Staatsregierung ein Netz über den Freistaat spannen, von dem auch Impulse in die Regionen ausgehen. Darüber hinaus sind gemeinsame, das heißt aufeinander abgestimmte Bewerbungen mehrerer Hochschulen möglich und besonders erwünscht.

Ein Schwerpunkt im ZD.B soll der Aufbau von Themenplattformen zu Schlüsselthemen der Digitalisierung sein, die das Bindeglied zwischen Hochschulforschung, außeruniversitärer Forschung und industrieller Entwicklung bilden.

Zum Start sind drei Plattformen zu den Themen ,IT-Sicherheit‘, ,Digitalisierte Produktion‘, und ,Vernetzte Mobilität‘ vorgesehen. Zwei weitere Plattformen zu den Themen ,Digitale Medizin/Gesundheit‘ und ,Digitalisierung im Energiebereich‘ werden in Kürze folgen.

Das Gesamtvolumen der geplanten Maßnahmen soll sich auf knapp 116 Millionen Euro in einem Zeitraum von 2015 bis 2019 belaufen.

Als nächste Schritte sollen für das Zentrum Räume in Garching angemietet werden. Die Expertenkommission wird die Stärken und Schwächen der einzelnen Regionen und die Handlungsbedarfe untersuchen. Die bayernweiten Aktivitäten und Projekte starten sofort.

Aigner: „Mit dem ZD.B werden wir Forschung und Innovation in ganz Bayern fördern und damit für alle Regionen neuen Schwung in der Digitalisierung gewinnen. Das ZD.B wird den Freistaat auf dem Weg zu einer Leitregion für die Digitalisierung erheblich weiterbringen. Nach der Industrialisierung Bayerns und nach der High-Tech-Offensive der bayerischen Staatsregierung gestalten wir jetzt die Zukunft: Bayern digital.“

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