Münchner Beamten-Knigge für Social Media

Bayerische Beamte bleiben auch auf Facebook & Co. Staatsdiener

| Redakteur: Manfred Klein

Beamte in sozialen Netzwerken – Bayern veröffentlicht Leitfaden
Beamte in sozialen Netzwerken – Bayern veröffentlicht Leitfaden (Foto: © rubysoho - Fotolia.com)

Landes-CIO Franz Josef Pschierer hat einen Leitfaden für die Nutzung sozialer Netzwerke veröffentlicht. Das Dokument richtet sich an alle Beamten und Tarifbeschäftigte des Freistaats, die im privaten Umfeld oder zu dienstlichen Zwecken soziale Netzwerke und Medien nutzen wollen. Erfüllt der Leitfaden seinen Zweck?

„Natürlich dürfen Beamtinnen und Beamte privat soziale Netzwerke nutzen. Ihre besondere Rolle als Staatsdiener dürfen sie dabei auch in Ihrer Freizeit nicht aus den Augen verlieren.“ Mit diesen Worten stellte Finanzstaatssekretär Franz Josef Pschierer, der IT-Beauftragte der Bayerischen Staatsregierung, den Leitfaden für Beschäftigte der Bayerischen Staatsverwaltung zum Umgang mit sozialen Medien vor.

Es sei, wie Pschierer hervorhob, eine Selbstverständlichkeit, dass Angelegenheiten, die dienstlich bekannt geworden sind, nicht über soziale Netzwerke ausgetauscht werden dürften. Dies gelte auch bei der Verwendung von „Nicknames“ oder sonstiger anonymisierter Weitergabe der Informationen. Auch Beamte von Genehmigungsbehörden sollten nicht „Follower“ der örtlichen Wirtschaft sein.

Und: „Einen digitalen Radiergummi gibt es nicht. Äußerungen in sozialen Netzwerken sind nicht mehr rückholbar, die Weitergabe der Informationen kann nicht mehr kontrolliert werden“.

Mit diesen Worten unterstrich Pschierer das Ziel der Broschüre, alle Beschäftigten der Staatsverwaltung zu sensibilisieren. Der Leitfaden beschäftigt sich nicht mit der Nutzung sozialer Medien in der Öffentlichkeitsarbeit von Behörden.

Im Vorwort des Leitfadens heißt es, „der rechtliche Rahmen, unter dem die Beamtinnen und Beamten des Freistaats Bayern arbeiten, ist ausreichend. Dennoch soll dem Anwender bewusst gemacht werden, welche Chancen und Risiken durch soziale Medien bestehen.“

Besonders problematisch sei, das meist unklar bleibe,

» wer für wie lange die Korrespondenz oder die bereitgestellten Inhalte speichert und auch nutzt,

» wo dies geschieht bzw. welchem geltenden Recht die Nutzung unterliegt,

» wann die Beschäftigten rein dienstlich bzw. privat agieren und

» welche dienstlichen Informationen in diesem Umfeld „preisgegeben“ werden dürfen.

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Dienst ist Dienst und Schnaps ist Schnaps  lesen
posted am 14.02.2013 um 21:55 von Unregistriert


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