NRW

Baugenehmigungsverfahren künftig auf digitalem Weg

| Autor / Redakteur: dpa/lnw / Manfred Klein

NRW-Bauministerin Ina Scharrenbach plant ein Landesportal zur Abwicklung von Bau­genehmigungen
NRW-Bauministerin Ina Scharrenbach plant ein Landesportal zur Abwicklung von Bau­genehmigungen (© vegefox.com – stock.adobe.com)

Baugenehmigungen sollen in Nordrhein-Westfalen künftig schneller und einfacher zu bekommen sein – und zwar online. NRW-Bauministerin Ina Scharrenbach (CDU) will dafür bis Ende des Jahres zunächst ein Landesbauportal auf den Weg bringen. Bis zum Ende der Legislaturperiode 2022 soll es zu einer Plattform weiterentwickelt werden, auf dem Bauanträge digital eingereicht und bearbeitet werden können.

Baugenehmigungen seien das „komplexeste Verwaltungsverfahren“ in ganz Deutschland, sagte Scharrenbach. Allein in NRW gebe es 212 untere Bauaufsichtsbehörden. „Wir müssen Sorge dafür tragen, dass Akten, die in Archiven schlummern, ihren Weg in die digitale Welt finden.“

Dem Bauportal können sich die Kommunen freiwillig anschließen. In einem ersten Schritt soll das Bauportal nach Angaben Scharrenbachs Informationen enthalten, wo man die zuständige Behörde für Baugenehmigungen finden kann und wie man Bauanträge für einfache Verfahren stellt. Testversionen mit digitalen Bauportalen gebe es unter anderem in Brandenburg und Baden-Württemberg.

Seit einem Jahr arbeiten in NRW sechs Kommunen bereits in einem digitalen Modellprojekt zusammen, darunter die Stadt Köln, die die größte Bauaufsicht des Landes hat. Auch Dortmund, Ennepetal, Xanten un die Landkreise Gütersloh und Warendorf sind dabei. Die sechs Modellkommunen sollen gemeinsame Standards für künftige digitale Baugenehmigungen entwickeln.

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