Freies WLAN für alle

Basis für eGovernment und kommunale Standortförderung

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Drahtlos über den Wolken

Neben den Bahnhöfen werden auch immer mehr Flughäfen mit WLAN versorgt. Dazu gehören etwa die Flughäfen Budapest, Prag und Amsterdam und in Deutschland Frankfurt/Main, München, Köln/Bonn und Hamburg, die als Schnittstellen der kommunikativen Welt zumindest teilweise kostenlos den Service anbieten.

Bei den Airlines gibt es einige Vorreiter, die ihren Passagieren das Surfen über den Wolken ermöglichen: Delta, Emirates, American Airlines, United Airlines, Singapore Airlines, die portugiesische TAP, die japanische JAL und die Lufthansa bieten Internetzugang besonders auf vielen ihrer Langstreckenflügen an.

Die skandinavische SAS hat bisher zehn ihrer Flugzeuge mit Hotspots ausgerüstet, und die brasilianische TAM offeriert den Fluggästen ihrer Inlandsflüge ein WLAN.

Weltweit ist die Debatte um die Themen rund um die Zukunft des Internets entfacht. Deutschland kämpft aber auch noch mit einem grundlegenden Problem. Die größte Hürde für offene WLAN-Netze findet sich auf juristischer Seite: Haftungsrisiko.

Im Gegensatz zu Providern, die Internetaktivitäten nachweisen können, gilt für kleine Betriebe wie Hotels – aber auch für Kommunen –, dass jeder, der einen Zugangspunkt anbietet, für illegale Aktivitäten von anderen, die in seinem Netz stattgefunden haben, haften muss.

Für Kommunen ist das ein abschreckender Umstand, zumal es oft an technischer Kompetenz fehlt, um sich vor solchen Problematiken zu schützen.

Schaut man über die Landesgrenzen hinaus, zeigt sich jedoch, dass eine Registrierung der Bürger eine dauerhafte Lösung sein kann. Ebenso die Sperrung bestimmter Dienste oder explizite Nutzungsbedingungen und eingeschränkte Nutzungsdauer, wie in Berlin oder München.

Die Abschaffung der sogenannten Störerhaftung des Telemediengesetzes ist auch im Bundestag ein umstrittenes Thema. Neuere Gesetzesentwürfe seitens der SPD oder der Linken wurden bisher abgelehnt. Auch der Unterausschuss Neue Medien hat sich mit dem Anliegen befasst.

Vertreter aus Justiz, Wirtschaft und den Parteien haben unter anderem über technische Alternativen der juristischen Hürden diskutiert, wie beispielsweise das WLAN-Sharing-Prinzip des Unternehmens Fon. Dieses sieht vor, dass private Haushalte ihr WLAN für einen Gastbetrieb öffnen und somit einen Teil ihres Netzes verkaufen.

Dieses schließt einen nicht-registrierten Zugriff aus und gilt deshalb als sicher. Daher könnte eine solche technische Initiative auch für Kommunen interessant sein, zumal die Telekom zusammen mit Fon deutschlandweit 2,5 Millionen neue Hotspots bis 2016 anbieten möchte.

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