Freies WLAN für alle

Basis für eGovernment und kommunale Standortförderung

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WLAN in Tourismus und Reiseverkehr

München startete das Projekt M-WLAN, das am Marienplatz in den Testbetrieb gegangen ist. Weitere Standorte sollen noch in diesem Jahr folgen. Hier müssen sich die Nutzer nicht registrieren, sie müssen aber die Nutzungsbedingungen der Stadt akzeptieren und können bis zu einer Stunde täglich surfen. Auch in Frankfurt soll noch in diesem Jahr frei per WLAN gesurft werden können.

Ein Pilotprojekt der deutschen öffentlichen Verkehrsbetriebe geht auf die Verkehrsgesellschaft Kreis Unna zurück. Seit September 2011 sind die Schnellbusse zwischen den Städten Hamm, Bergkamen und Dortmund mit WLAN-Routern ausgestattet und bieten den Fahrgästen die Möglichkeit kostenlos zu surfen.

Die Resonanz ist mehr als positiv, denn es gibt bereits Anfragen von anderen Verkehrsgesellschaften.

Beim überregionalen Reiseverkehr ist man ebenfalls auf dem Vormarsch: die Deutsche Bahn hat bereits ihre DB-Lounges mit kostenfreiem Internetzugang versorgt. Auf den Bahnhöfen soll das Internet ebenfalls bald verfügbar sein. Ungefähr 90 ICE-Züge sind bereits mit den kostenpflichtigen Hotspots der Deutschen Telekom ausgestattet.

Bis voraussichtlich Ende 2014 sollen möglichst alle der 255 ICE-Züge mit LTE-Internet ausgerüstet sein. Auch 490 IC-Züge sollen im gleichen Zeitraum über diese schnellen Zugangsmöglichkeiten verfügen. Für Regionalzüge sind bisher noch keine Hotspots geplant. Im Gegensatz zu Israel, Seoul, Tokyo oder Bangalore in Indien, wo in U-Bahnen, Bussen, Bahnhöfen und Bahnen der zum Teil kostenlose Zugang zum Internet selbstverständlich ist.

In Irland bieten die nationalen Fernbusunternehmen ebenso wie viele städtische Busbetriebe kostenloses WLAN an. Das Schweizer Busunternehmen PostAuto hat 70 Prozent seiner Busse bereits ausgestattet und verfolgt das Ziel, bis seine Fahrgäste bis in die abgelegensten Bergregionen seine Fahrgäste zu versorgen. In Österreich bietet der WESTbus innerhalb der Landesgrenzen kostenloses Internet, ebenso die ViennaAirportLines-Busse, die den Flughafen auf drei Routen mit der Stadt verbinden. Die Österreichischen Bundesbahnen setzen auf ein ähnliches Angebot wie die DB.

Den Trend des kostenlosen Internetzugangs auf Reisen haben auch deutsche Fernreisebusunternehmen, wie BerlinLinienbus, MeinFernbus, City2City und Flixbus, für sich erkannt und konkurrieren auch auf diesem Gebiet mit der Deutschen Bahn um die Gunst der Fahrgäste.

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