Freies WLAN für alle

Basis für eGovernment und kommunale Standortförderung

Seite: 2/5

Firma zum Thema

Und die Initiativen in Deutschland?

In Deutschland sind die ersten Initiativen gestartet, die oftmals auf Kooperationen zwischen den Städten und privaten Dienstanbietern basieren. Diese Konzepte erweisen sich technisch und finanziell als nachhaltig tragbar, da den Providern andere Möglichkeiten zur Verfügung stehen als den Städten allein.

In Berlin und Potsdam findet der Ausbau der WLAN-Hotspots seit Herbst 2012 statt. Das Projekt „Public WiFi Berlin“ hat in Kooperation mit dem Unternehmen Kabel Deutschland und der Medienanstalt Berlin-Brandenburg über 100 solcher Standorte geschaffen, die das Netz an öffentliche und stark frequentierte Plätze der Hauptstadt und Potsdam anschließen sollen.

Schließlich ist geplant, den gesamten Bereich innerhalb des S-Bahn-Rings zu versorgen. Das mit zwei Millionen Euro auf zwei Jahre budgetierte Projekt war schon seit Jahren im Gespräch, scheiterte aber immer wieder an finanziellen und juristischen Hürden.

30 Minuten täglich ist der Zugang möglich, beim Wechsel des mobilen Gerätes auch länger. Alternative Konzepte findet man in Berlin ebenfalls: Die Grundidee von Freifunk ist es, offene WLAN-Netze einzurichten und diese miteinander zu verbinden. Ganze Stadtteile können miteinander verknüpft werden und ermöglichen einen freien Datenverkehr.

Die nachbarschaftliche Initiative hat mittlerweile weltweit Nachahmer gefunden und setzt sich durch den freien Zugang zum Netz auch für die Förderung lokaler Sozialstrukturen ein. In Berlin sind die Freifunker mittlerweile Teil eines modernen Infrastrukturprojekts, denn ihre 250 freien Hotspots werden von der Medienanstalt Berlin–Brandenburg mit 30.000 Euro gefördert.

Norderstedt in Schleswig-Holstein geht eigene Wege und möchte zu einer Hochburg der mobilen Kommunikation werden. In Kooperation mit dem Mobilfunkanbieter wilhelm.tel sind im gesamten Stadtgebiet 26 Hotspots errichtet worden, über 600 sollen es werden.

Ein flächendeckendes Funknetz soll entstehen, das über Hotspots an Bushaltestellen, Restaurants, Hotels, Schulen und U-Bahn den Ort mit seinen knapp 75.000 Einwohnern den Zugang zum Netz ermöglichen soll. Wilhelm.tel bietet den eigenen Kunden Jahreszugangscodes und Nicht-Kunden den Zugang über SMS-Anfrage oder Voucher.

Städte wie Stuttgart und Hamburg suchen nach geeigneten Konzepten für eine Freischaltung. Die Stadt Freiburg kooperiert mit den Berlinern. Nachdem hier seit mehreren Jahren Initiativen scheiterten, könnte es ab Herbst 2013 soweit sein.

(ID:42220325)