eGovernment-Wettbewerb

Auszeichnung für Umsetzung der EU-Dienstleistungsrichtlinie

14.07.2010 | Redakteur: Manfred Klein

Staatssekretär Horst Westerfeld, Projektleiter Georg Matzner, Dr. Annette Schmidt, Marianne Utendorf, Friedrich Ebner und Jens-Werner Wieltsch nehmen die Preisurkunde entgegen
Staatssekretär Horst Westerfeld, Projektleiter Georg Matzner, Dr. Annette Schmidt, Marianne Utendorf, Friedrich Ebner und Jens-Werner Wieltsch nehmen die Preisurkunde entgegen

Fallmanagement der Kommunen

Die Kommunen haben die Möglichkeit, die Kommunikation mit der Dienstleistungsplattform des EAH mittels eines Fallmanagementsystems elektronisch zu führen. In der Regel werden auf Seite der Kommunen die Teilanträge von einem IT-System entgegengenommen und entsprechend der dortigen Arbeitsprozesse weiterverarbeitet (kommunales Fallmanagement). Dies ermöglicht eine integrierte und übergreifende Fallbearbeitung. Das Fallmanagement bietet Schnittstellen zu betroffenen kommunalen Fachverfahren und zum eigenen Internetauftritt der Kommunen.

Das kommunale Fallmanagement wurde gemeinsam mit der ekom21, dem hessischen kommunalen IT-Dienstleister, entwickelt.

Der Hessen-Finder

Um die Zuständigkeiten der hessischen Verwaltung für Bürger und Unternehmen kundenorientiert zu gestalten, ist der Hessen-Finder unverzichtbar. Er erfasst 650 definierte Verwaltungsleistungen – etwa das Beantragen einer Baugenehmigung oder die Verlängerung eines Personalausweises – und ordnet sie nach regionalen Kriterien der entsprechenden Behörde zu.

Der Hessen-Finder gibt Auskunft über Verfahrensanforderungen, Rechtsgrundlagen, Fristen oder Gebühren. Damit die Datenerhebung und Bereitstellung des Hessen-Finders effizient und kostensparend erfolgen kann, gibt es eine Aufgabenteilung von Land und zuständigen Stellen. Das Land stellt die zentralen Leistungsbeschreibungen in Bezug auf Bürger- und Unternehmensanliegen sowie die technische Plattform zur Verfügung. Die Kommunen bringen ihre regionalen Informationen (Kontakte, Öffnungszeiten, Gebühren usw.) in den Finder ein.

Zudem können die Inhalte des Hessen-Finders in das kommunale Internetportal eingebunden werden. Durch das umfassende Leistungsangebot können sich Kommunen und Kammern somit als serviceorientierte Dienstleister positionieren.

Die Freischaltung des Hessen-Finders erfolgte am 3. Dezember in der Staatskanzlei in Wiesbaden und wurde sehr positiv von Bürgern und Wirtschaft angenommen: In den ersten zwei Wochen nutzten bereits rund 35.000 Besucher den Hessen-Finder. Am häufigsten werden Leistungen zur Gewerbean- und ummeldung nachgefragt.

Seit dem 24. März 2009 ist die einheitliche Behördenrufnummer D115 ebenfalls für den Pilotbetrieb freigeschaltet. In Hessen sind der Main-Taunus-Kreis (1st Level) und die Regierungspräsidien Darmstadt, Gießen und Kassel für die Landesverwaltung Hessen (2nd Level) die Vorreiter. Die Erteilung von Auskünften erfolgt ebenfalls auf Basis der im Hessen-Finder hinterlegten Daten. In Hessen haben zudem in diesem Jahr die Städte Frankfurt, Kassel und Offenbach den D115-Pilotbetrieb aufgenommen.

Nächste Seite: Eine Plattform für alle

 

Ansprechpartner für das Projekt

Kommentar zu diesem Artikel abgeben
Sehr geehrte Damen und Herren, dieser Artikel ist sicherlich sehr informativ. Noch besser wäre...  lesen
posted am 17.08.2010 um 13:13 von Unregistriert


Mitdiskutieren
copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Kontaktieren Sie uns über: support.vogel.de/ (ID: 2045127 / Projekte & Initiativen)