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eGovernment-Wettbewerb

Auszeichnung für Umsetzung der EU-Dienstleistungsrichtlinie

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Vernetzung der drei Projekte

Um mögliche Synergien auszuschöpfen und vor allem die Kommunen von Doppelarbeiten zu entlasten, vernetzte Hessen die Projekte EU-Dienstleistungsrichtlinie, Hessen-Finder und D115. Der Hessen-Finder ist dabei die zentrale Wissensbasis für alle Projekte.

Die wesentlichen Komponenten der IT-Umsetzung sind:

  • die Dienstleistungsplattform des Einheitlichen Ansprechpartners Hessen (EAH) für Gewerbeanmeldungen, -ummeldungen und -abmeldungen inklusive der Prozessbeschreibungen,
  • das kommunale Fallmanagement der behördeninternen Abwicklung,
  • der Hessen-Finder als hessischer Zuständigkeitsfinder und
  • die XEUDLR-Schnittstelle zur Gewährleistung der Interoperabilität aller Anwendungen.

Dienstleistungsplattform im Einsatz

Die Funktion des EAH übernehmen die hessischen Regierungspräsidien. Die Dienstleistungsplattform des EAH ist Ort der elektronischen Antragstellung und Gateway zwischen Dienstleistungserbringer und zuständigen Stellen (Kommunen, Kammern und Landesbehörden).

Über ein Fragenregister wird das Anliegen des Antragstellers ermittelt. Der Antragsteller wird umfassend über das Verfahren, die zu erwartende Kostenhöhe, die Verfahrensdauer sowie über sämtliche zuständige Stellen informiert. Der EAH generiert aus dem Gesamtantrag des Dienstleisters die Einzelanträge und leitet diese an alle zuständigen Stellen weiter. Ebenso nimmt er die verschiedenen Einzelbescheide entgegen und überstellt sie an den Antragsteller. Über die XEUDLR-Schnittstellen werden die zuständigen Stellen an die Dienstleistungsplattform angebunden.

In Zusammenarbeit mit Kommunen, Landkreisen, Regierungspräsidien und Kammern wurden 800 Tätigkeiten – vom Bäcker bis zum Zoohandel ermittelt – und dann den Behördenleistungen zugeordnet.

Lars-Gunnar Lange aus Tübingen ist dafür das beste Beispiel. Der 30-jährige Schwabe stellte den ersten Antrag beim EAH. Bereits während der Veranstaltung in Gießen konnte der Jungunternehmer seine Zulassung als freier Handelsvertreter für Ladeneinrichtungen und Ladenbau aus den Händen des Eschborner Bürgermeisters Wilhelm Speckhardt entgegennehmen.

Für Lange war die Abwicklung des Antrags über den Einheitlichen Ansprechpartner einfach und vorteilhaft. „Ohne umständliche Behördengänge komme ich auf schnellstem Wege zu allen Genehmigungen – so stelle ich mir die moderne Verwaltung vor.“ Bei der Antragstellung selbst hatte der Unternehmer keine Schwierigkeiten: Nach sicherer Anmeldung auf der Dienstleistungsplattform des EAH über die Internet-Adresse www.eah.hessen.de fand er dort alle Informationen zu seinem Vorhaben und wurde selbsterklärend über Formulare und Eingabefenster zum Abschluss seines Antrags geführt.

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