Überblick öffentlicher Einkauf 2017

Ausstattung mit Maß und Ziel

| Autor: Susanne Ehneß

Der Aufbau geht laut Tätigkeitsbericht weiter: Für die Zentralstelle IT-Beschaffung wird noch Personal gesucht
Der Aufbau geht laut Tätigkeitsbericht weiter: Für die Zentralstelle IT-Beschaffung wird noch Personal gesucht (© Beschaffungsamt)

Welche IT-Infrastruktur, Maschinen und sonstige Ausstattung im Jahr 2017 für die Öffentliche Hand angeschafft wurden, fasst der Tätigkeitsbericht des Beschaffungsamts zusammen.

Als zentrale Vergabestelle des Bundes hat das Beschaffungsamt auch 2017 Produkte und Dienstleistungen für seine Kunden aus Verwaltung und Öffentlichkeit eingekauft. Die Zusammenfassung aller öffentlichen Einkäufe findet sich im „Tätigkeitsbericht 2017“.

Hierin gibt es einen Überblick zu den Beschaffungsvorhaben des vergangenen Jahres, es wird über die Arbeit der neuen Zentralstelle IT-Beschaffung (ZIB) sowie über erfolgreiche E-Projekte für die „Digitale Verwaltung 2020“ berichtet.

Virtuoser Einkauf

„Im öffentlichen Einkauf spielt sich derzeit ein bedeutender Transformationsprozess ab, den ich aktiv mitgestalten möchte, weil er die Zukunft abbildet: die Entwicklung vom operativen zum strategischen Beschaffer“, erläutert Dr. Birgit Settekorn, Direktorin des Beschaffungsamts, im Vorwort des Berichts. Beschafferinnen und Beschaffer ähnelten immer mehr Virtuosen, die die Ziele technoökonomischer Projekte in einem rechtlichen und politischen Rahmen in allen Aspekten pragmatisch und lösungsorientiert zum Erfolg führten.

„Das ist eine der anspruchsvollsten Aufgaben, die der Öffentliche Dienst derzeit zu bieten hat, und für mich der Grund, die Strukturen in meinem Haus entsprechend zu entwickeln“, so Settekorn.

Pläne für die ZIB

Settekorn zeigte sich zufrieden mit der Entwicklung und Tätigkeit ihres Amts und auch mit der ZIB, die seit Anfang 2017 für die Ausschreibung und das Vertragsmanagement von IT-Rahmenvereinbarungen der gesamten unmittelbaren Bundesverwaltung zuständig und Bestandteil der IT-Konsolidierung des Bundes ist. „Ebenfalls auf Kurs sind wir bei dem Digitalisierungsprojekt E-Beschaffung mit unserem E-Beschaffungsportal“, so Settekorn weiter.

Laut Bericht ist die ZIB im vergangenen Jahr „mit den notwendigen Strukturen und Prozessen im Beschaffungsamt zielgerichtet aufgebaut worden und wird auch in 2018 weiter ausgebaut“. Neben den Fachreferaten, die für operative Vergaben zuständig sind, kümmere sich ein Grundsatzreferat um die strategischen Aspekte der Beschaffung. „So konnte losgelöst vom Druck des operativen Tagesgeschäfts ein Kundenmanagement eingerichtet, ein Risikomanagement zu den konkreten Vergabeverfahren aufgebaut, die Rahmenvertrags-Roadmap erstellt, ein zentrales Vertragsmanagement errichtet und ein Kundenbeirat ins Leben gerufen werden“, heißt es.

Für das Jahr 2018 habe in der ZIB der weitere Aufbau oberste Priorität: „Für die nächste Ausbaustufe sieht die IT-Konsolidierung des Bundes vor, dass die ZIB auch planbare Einzelvergaben mit einem Volumen ab 135.000 Euro übernimmt. Die Personalgewinnung läuft entsprechend auf Hochtouren.““

Auf Kurs

Auch bei der Beschaffung von hochwertiger Technik und Ausstattung – für Sicherheitsbehörden ebenso wie die neueste Generation Radlader für das Technische Hilfswerk – sei man auf Kurs. Ein Imagefilm über die Arbeit von Personenschützern im Ausland sei ebenfalls ein Highlight gewesen.

„Steuergelder konnten nicht nur bei der Modernisierung von Bund TV eingespart werden, auch die Arbeit unserer Kompetenzstelle für nachhaltige Beschaffung sorgt unter anderem für ökonomische Vorteile durch die Einbeziehung von Lebenszykluskosten bei der Beschaffung“, betont Settekorn.

Den kompletten Tätigkeitsbericht 2017 gibt es online als PDF HIER.

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