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Best Practice Außenministerium von Norwegen: Drahtlos – aber sicher!

Redakteur: Gerald Viola

Zum Auswärtigen Dienst von Norwegen gehören neben dem Außen-ministerium 109 Dienststellen im Ausland: Botschaften, Ständige Vertretungen und Generalkonsulate. Die auf der gesamten Welt verteilten Außenstellen stehen ununterbrochen mit der norwegischen Hauptstadt Oslo in Verbindung.

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( Archiv: Vogel Business Media )

Die Mitarbeiter der Botschaften vertreten die norwegischen Interessen im jeweiligen Land und bieten eine Vielzahl von Dienstleistungen für norwegische Staatsbürger an. Für die Erfüllung ihrer Aufgaben sind die Botschaftsmitarbeiter auf hochverfügbare und sichere Kommunikationsverbindungen zur Zentrale in Oslo angewiesen.

Im Rahmen eines Programms zur effizienteren Bereitstellung öffentlicher Dienstleistungen suchte das Außenministerium 2006 nach Lösungen, mit denen die Installationskosten von Netzwerkinfrastrukturen in den Auslandsvertretungen verringert und das Sicherheitsniveau neuer Anwendungen verbessert werden konnte.

Sicherheitsbestimmungen

Die einzelnen Botschaften sind letztlich kleine oder mittlere Zweigstellen, die über Kabel- und Satellitenverbindungen mit der Zentrale in Oslo kommunizieren. Um die Sicherheit der Datenkommunikation zu gewährleisten, waren die Server, Drucker und Arbeitsplatzcomputer in den Botschaften traditionell mit Glasfaserkabeln und optischen Transceivern vernetzt. Die jeweiligen Netzwerke wurden von Technikern implementiert, die aus Norwegen eingeflogen wurden.

Das Glasfasernetzwerk war innerhalb der Botschaftsgebäude geschützt und sicher. Schwierig wurde es jedoch immer dann, wenn Netzwerkzugang auch außerhalb des Sicherheitsbereichs der Botschaft bereitgestellt werden sollte. Glasfaserkabel in öffentlich zugänglichen Bereichen können nicht als sicher gelten und kamen deshalb für einen wichtigen neuen Arbeitsbereich nicht in Frage: Schalter für biometrische Pässe.

Im Rahmen der Umsetzung der neuen Sicherheitsbestimmungen für Pässe müssen alle Mitgliedsstaaten der Europäischen Union sowie des Europäischen Wirtschaftsraums, zu dem auch Norwegen gehört, bis Mitte 2009 biometrische Pässe einführen. Dementsprechend müssen auch alle Botschaften und anderen Auslandsvertretungen mit Einrichtungen zur Erfassung biometrischer Identitätsmerkmale ausgestattet werden. Die Lesegeräte werden in öffentlich zugänglichen Bereichen des Botschaftsgeländes installiert und bestehen aus einem Fingerabdrucklesegerät, einem Unterschrifterfassungsterminal, einer beleuchteten Kamera und einem VoIP-Telefon für Echtzeitkommunikation.

„Die Sicherheit unserer Netzwerke ist sehr wichtig“, erklärt Glenn Jone Østebø, Senior Technical Advisor im Außenministerium. „Die Mitarbeiter unserer Botschaften brauchen sichere Verbindungen nach Oslo. Schalter für Pässe und Visa befinden sich jedoch in öffentlich zugänglichen Bereichen der Botschaften. Drahtlose Netzwerkverbindungen sind in öffentlichen Bereichen wesentlich sicherer als kabelgebundene Verbindungen.“

Lesen Sie auf der nächsten Seite, wie das drahtlose Netz weiter ausgebaut wird

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