eGovernment-Wettbewerb Ausgezeichnetes eGovernment

Autor: Susanne Ehneß

Die sechs Gewinner des diesjährigen eGovernment-Wettbewerbs stehen fest. Die zentralen Themen der Siegerprojekte sind die Umsetzung des Onlinezugangsgesetzes, die Erleichterung elektronischer Dienste für Unternehmen, Virtual Reality, künstliche Intelligenz, Spracherkennung sowie Big Data Analytics.

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Gruppenbild mit den Gewinnern des 17. eGovernment-Wettbewerbs
Gruppenbild mit den Gewinnern des 17. eGovernment-Wettbewerbs
(© MIKA-fotografie | Berlin)

„Wer denkt, Digitalisierung und Verwaltung sind zwei Welten, sollte sich mit den hier vorgestellten Projekten befassen – sie geben einen Vorgeschmack auf die zukünftige Verwaltung“, kommentiert Jon Abele, Partner und Mitglied des regionalen Management Boards bei BearingPoint.

Bilder von der Veranstaltung im Rahmen des „Zukunftskongresses Staat und Verwaltung“:

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Die zukünftige Verwaltung werde nicht nur effizienter und kostengünstiger sein, sondern Bürgern, Unternehmen und Gesellschaft auch einen erheblichen Mehrwert bieten. „Damit machen die Preisträger uns alle zu Gewinnern“, so Abele.

Christian Korff, Vertriebsdirektor Öffentliche Hand bei Cisco Deutschland, ergänzt: „Es ist für uns ein wichtiges Anliegen, die hier ausgezeichneten Ideen und Projekte in die Breite zu tragen und zu zeigen, welchen Nutzen die Digitalisierung bewirken kann. Sie ist nicht nur die Grundlage für effizientere Produktionsabläufe und neue Geschäftsmodelle, sondern sie ermöglicht auch wichtige Beiträge zur Lösung gesellschaftlicher Herausforderungen, die wir mit dieser Auszeichnung würdigen. Alle Finalisten waren mit ausgezeichneten Ideen und Projekten dabei und können stolz auf ihre Arbeit sein. Sie zeigen, was mit Elan, Engagement und Zusammenarbeit bewegt werden kann.“

Die Unternehmensberatung BearingPoint hat gemeinsam mit dem Technologieanbieter Cisco die Gewinner prämiert. Die Preisträger:

Beste Konzeption zur Umsetzung des OZG

„EKONA mit der Schnittstelle für Nutzerkonten KOLIBRI“, Bayerisches Landesamt für Steuern.

Jury-Mitglied Manfred Klein, Redaktionsleiter eGovernment Computing: „Die Einreichung adressiert die weiterhin im eGovernment drängende Problematik, dass elektronische Identitäten für Online-Verwaltungsdienstleistungen entweder fehlen oder aus praktischen Gründen nicht genutzt werden. Die vorgeschlagene Lösung erscheint uns sehr naheliegend, kostengünstig, nutzerfreundlich und zukunftsweisend.“

Bestes Digitalisierungsprojekt

„Sprachbiometrie“, Bundesamt für Migration und Flüchtlinge.

Jury-Mitglied Prof. Dr. Maria Wimmer, Dekanin am Institut für Wirtschafts- und Verwaltungsinformatik, Universität Koblenz-Landau: „Durch die Sprachbiometrie werden Prozesse der Erkennung und Zuordnung von Flüchtlingen hinsichtlich ihres Herkunftslandes effizienter, Mitarbeiter werden entlastet und Asylverfahren können verkürzt werden, ohne Einbußen bei der Qualität der Asylentscheidungen zu riskieren. Beeindruckend ist dabei auch die innovative Nutzung von Spracherkennungsverfahren.“

Auf der nächsten Seite: die weiteren Gewinner.

Bestes Modernisierungsprojekt

„KLAR (KaisersLauternAnalyseRecherche)“, Stadtverwaltung Kaiserslautern.

Jury-Mitglied Franz-Reinhard Habbel, Publizist, Gründer Innovators Club: „Das Analyse- und Recherche-Tool KLAR informiert Politik, Verwaltung und Bürgerschaft mit aktuellen Daten über die Lage der Stadt Kaiserslautern in zentralen Politikfeldern wie beispielsweise Mobilität, Finanzen und Umwelt. Die Anwendung macht die Stadt transparent und zeigt beispielhaft für andere Kommunen, welchen Wert Daten für die Steuerung einer Kommune haben.“

Bestes Kooperationsprojekt

„Wasser-DE: Kooperatives Informationsmanagement in der Wasserwirtschaft“, Bund/Länder-Arbeitsgemeinschaft Wasser (LAWA).

Jury-Mitglied Prof. Dr. Maria Wimmer, Dekanin am Institut für Wirtschafts- und Verwaltungsinformatik, Universität Koblenz-Landau: „Ein interessantes und komplexes Projekt, das sowohl auf fachlicher als auch rechtlicher Seite vielen Herausforderungen begegnet. Insbesondere die Kooperation über verschiedene Ebenen hinweg stellt für andere Bereiche und auch andere EU-Mitgliedstaaten ein gutes Praxisbeispiel dar und es lohnt sich, einen fachlichen Austausch zu suchen.“

Bestes Infrastrukturprojekt (zwei Gewinner)

„Virtual und Augmented Reality im Hamburger Hafen“, Die Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation der Freien und Hansestadt Hamburg.

Jury-Mitglied Christian Rupp, Sprecher Plattform Digitales Österreich: „Virtual und Augmented Reality sind eine spannende Innovation im eGovernment Serviceumfeld. Kosteneinsparungen durch virtuelle Begehungen, Effizienz durch Prüfung bereits im Konstruktionsstadium, Einbau georeferenzierter Fotos, Drohnenbefliegung usw. zeigen die Möglichkeiten von VR und AR bzw. deren APPs. Ein Leuchtturmprojekt, welches sich sowohl für Verwaltung als auch Privatwirtschaft skalieren lässt.“

Und:

„Verkehrssicherheitsscreening Baden-Württemberg“, Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg.

Jury-Mitglied Cédric Roy, Leiter E-Government Schweiz: „Vision Zero: keine Toten und Schwerverletzten im Strassenverkehr. Um dieses ehrgeizige Ziel zu erreichen, braucht es Systeme, welche die Unfallanalyse und damit die Unfallprävention ermöglichen. Baden-Württemberg hat mit dem Projekt Vision Zero genau ein solches System entwickelt und betreibt es erfolgreich. Die Aggregation unterschiedlicher Informationen wie Fahrbahnzustand oder Geschwindigkeit des Fahrzeugs ermöglicht es, gezielte Massnahmen zu definieren. Ihre Umsetzung trägt zu einer spürbaren Verbesserung der Verkehrssicherheit bei und hilft so letztlich, Leben zu retten. Somit ist VSS ein durchdachtes, nachhaltiges und überzeugendes Projekt, bei dem die Digitalisierung im Dienste der Gesellschaft steht.“

Publikumspreis

Zusätzlich zu den von der Jury verliehenen Preisen wird auf dem 23. Ministerialkongress am 7. September 2018 der Publikumspreis vergeben. Noch bis zum 3. August können alle Interessierten für ihren persönlichen Favoriten im Online-Voting abstimmen.

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