Positionspapier zu eHealth

Ausbau des Medizinproduktegesetzes gefordert

| Autor: Manfred Klein

(Bild: japhoto – Fotolia.com)

Aussagen wie die folgende:„Digitalisierung findet in allen Lebensbereichen statt. Ganz generell gilt: Was digitalisiert werden kann, wird auch digitalisiert. Dieser Trend macht auch nicht vor dem Gesundheitswesen halt“ ist man von den Ärztevertretungen eigentlich nicht gewohnt. Dass sich die Formulierung im aktuellen Positionspapier zur Digitalisierung im Gesundheitswesen der Ärztekammern Westfalen-Lippe (ÄKWL) und Nordrhein (ÄKNO) bereits in der Präambel findet, macht das Ausmaß der digitalen Transformation aber offenbar.

Als Ursachen dieser dynamischen Entwicklung nennt das Positionspapier folgende Entwicklungen:

  • 1. Knappe Ressourcen. Die Schere zwischen steigendem Versorgungsbedarf und begrenzten Finanzen forciert die Suche nach digitalen Lösungen.
  • 2. Der Patient selbst. Patientinnen und Patienten wollen mitentscheiden.
  • 3. Räumliche Distanz zwischen Patient und (spezialisiertem) Arzt.

Prof. Dr. med. Susanne Schwalen von der Ärztekammer Nordrhein plädiert für einen sinnvollen Ausbau der Telemedizin
Prof. Dr. med. Susanne Schwalen von der Ärztekammer Nordrhein plädiert für einen sinnvollen Ausbau der Telemedizin (Bild: jochenrolfes.de - Ärztekammer Nordrhein)

Wenn man den Wandel nicht aufhalten kann, ist es sinnvoll in zu gestalten. Im Positionspapier heißt daher weiter: „Im Gesundheitswesen sind besondere Anforderungen an die Nutzung digitaler Anwendungen zu stellen.“ Für ein eHealth-Gesetz und den Ausbau der Telematikinfrastruktur formuliert das Papier daher unter anderem folgende Positionen:

> Die nordrhein-westfälische Ärzteschaft setzt sich aktiv für den zügigen Ausbau der Telematikinfrastruktur ein, damit nutzerinnen- und nutzerorientierte Telematikanwendungen wie der elektronische Arztbrief, der Notfalldatensatz und weitere Anwendungen einheitlich in der Fläche zum Einsatz kommen können.

> Nötig sind auf der Technikseite einheitliche digitale Dokumentationsstandards, um semantische Interoperabilität zwischen den verschiedenen Informationssystemen zu gewährleisten.

> Die Datenschutz- und Datensicherheitsmechanismen der Telematikinfrastruktur sind am neuesten Stand der Technik auszurichten. Dies zu gewährleisten muss Aufgabe der Gematik sein.

> Die nordrhein-westfälische Ärzteschaft reklamiert für sich, ihren Patientinnen und Patienten die jeweiligen Chancen und Risiken digitaler Anwendungen aufzuzeigen.

> Akzeptanz und Anwenderorientierung gehören zusammen. Die Ärztekammer Westfalen-Lippe und die Ärztekammer Nordrhein entwickeln Fortbildungskonzepte im Bereich eHealth.

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